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STEYR-LAND. Ende März wurden die Uhren um eine Stunde vorgestellt. Da sich die Wildtiere erst an das veränderte Verhalten der Menschen anpassen müssen und zudem von den Winter- in die Sommereinstände wechseln, steigt das Risiko für Wildunfälle in dieser Zeit an.

 (Foto: OÖLJV)
(Foto: OÖLJV)

Bezirksjägermeister Rudolf Kern appelliert daher zu besonderer Vorsicht im Straßenverkehr: „Vor allem in der Dämmerung sollte die Geschwindigkeit reduziert werden. Da die Tiere oftmals schwer und erst spät erkannt werden können, sollten Autofahrer die Straßenränder und die bewachsenen Bereiche neben der Straße im Auge behalten, um einen Wildwechsel möglichst früh erkennen und entsprechend reagieren zu können. Das senkt das Risiko von Wildunfällen, die nicht nur für das Tier, sondern auch die Fahrzeuginsassen gefährlich sein können.“.  

Verhalten bei Wildunfällen

Sollte trotz aller Vorsicht ein Zusammenstoß mit einem querenden Wildtier nicht mehr vermeidbar sein, sollten Autofahrer das Lenkrad festhalten und stark bremsen. Man sollte nicht versuchen auszuweichen, da dies ein deutlich höheres Risiko für die Insassen, aber auch für andere Verkehrsteilnehmer darstellt. Nach einem Zusammenprall mit einem Tier muss das Fahrzeug abgestellt und die Unfallstelle abgesichert werden.

Danach können verletzte Personen versorgt und Polizei sowie im Bedarfsfall Rettung und Feuerwehr alarmiert werden. Die Polizei muss in jedem Fall unter Bekanntgabe des exakten Unfallortes verständigt werden, auch wenn das Tier nach dem Unfall flüchtet. Sie meldet den Unfall an die Jägerschaft, die die Nachsuche und Bergung des Tieres übernimmt. Keinesfalls darf das Tier mitgenommen werden.

Warngeräte helfen

Eine innovative Maßnahme zur Steigerung der Verkehrssicherheit sind optische und akustische Wildwarngeräte. Die Wildunfälle haben sich auf den Teststrecken um bis zu 93 Prozent reduziert. Mittlerweile wurden seit Projektbeginn im Jahr 2003 über 650 Straßenkilometer durch solche Wildwarngeräte in Oberösterreich entschärft.

Die Gesamtkosten belaufen sich jährlich auf circa 120.000 Euro und werden vom Land Oberösterreich gemeinsam mit Versicherungsunternehmen und dem OÖ. Landesjagdverband sowie durch die einzelnen Jagdgesellschaften finanziert. Die örtliche Jägerschaft übernimmt die Selbstkostenbeteiligung von 15 Prozent der Gesamtsumme, wartet und pflegt die Geräte.

 


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