Leserbrief: Liebe dein Leben und auch deinen Tod
STEYR. „Ich bin ja kein Prophet. Aber wie es jetzt ausschaut, rechnen wir mir mit dem baldigen Ende, mit dem kollektiven Tod der Menschheit“, schreibt Rupert Federsel in seinem Leserbrief.

Wir bohren große Löcher in die Mutter Erde, schmeißen tonnenweise Plastik aus dem fahrenden Auto. Hoffentlich sieht uns da niemand. Plastik im Meer, Plastik am Teller, Plastik im Blut und damit auch in unserem Hirn. Diese Liste kennt jeder. Sie ist endlos und die Sprache verrät uns.
Wir reden von „Erderwärmung“, während uns das Eis der Arktis schon unter dem Hintern wegschmilzt. Die einen sagen: „Ach was, ist eh alles gar nicht so schlimm“, während sich die anderen vor Verzweiflung am Asphalt festkleben. Und wir vergiften weiter und weiter was das Zeug hält.
Die „kleinen Leute“ können nicht mehr tun und die „Großen“ wollen nicht, bis ihnen die Gier nach immer mehr Wachstum im Halse stecken bleibt. So steuern wir als Menschheit auf unseren kollektiven Selbstmord zu.
Vielleicht sind wir schon zu lange auf diesem schönen, blauen Planeten, den wir nun sehenden Auges respektlos zu Grunde richten. Respekt, Ehrfurcht und Würdigung vor uns selber, vor der Naturund vor allem sein sind gefragt. Machen wir uns nichts vor, und lasst uns gemeinsam aufwachen.
von Rupert Federsel, Steyr


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