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Online Redaktion, 21.03.2024 15:01

STEYR. Experten im Steyrer Krankenhaus haben einen Weg gefunden, wie Schlaganfall-Patienten deutlich schneller zum rettenden Medikament kommen können. 

Das Team der Neurologie am Klinikum Steyr (Foto: OÖG/Derflinger)
Das Team der Neurologie am Klinikum Steyr (Foto: OÖG/Derflinger)

Dem interdisziplinären Projektteam am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr ist ein Meilenstein in der Schlaganfall-Behandlung gelungen. Der „Stroke-Alert“ setzt eine fixe Ablaufkette im Klinikum in Gang, die es ermöglicht, rettende Medikamente doppelt so schnell zu verabreichen wie bisher. Im schnellsten Fall innerhalb von zwölf Minuten.

Notaufnahme löst Alarm aus

„Die Pflegekraft in der Zentralen Notaufnahme löst den Schlaganfall-Alarm aus. Dieser aktiviert alle benötigten Berufsgruppen im Klinikum und übermittelt schon die wichtigsten Eckdaten des Patienten wie Alter, Symptome und Vortherapie“, sagt Projektleiter Christian Prevost, Facharzt für Neurologie.

Der Patient werde von der Rettung oder vom Transportteam des Klinikums in die Radiologie gebracht. „Die Kollegen dort wissen schon, dass ein Patient mit Verdacht auf Schlaganfall kommt und halten das CT frei. Dort stehen bereits die Neurologen bereit und können, wenn sich der Verdacht bestätigt, sofort das rettende Medikament verabreichen.“ Dieses Medikament löst Blutgerinnsel auf und stellt die Durchblutung im Gehirn wieder her.

Zeit ist Gehirn

Bei Schlaganfall gilt: „Zeit ist Gehirn“. Jede eingesparte Viertelstunde bei der Behandlung verhindert Langzeitschäden im Gehirn und damit eine Behinderung. Der Schlaganfall ist die dritthäufigste Todesursache in Österreich und der häufigste Auslöser bleibender Behinderungen. Durch den neuen „Stroke-Alert“ haben Patienten am Pyhrn-Eisenwurzen Klinikum Steyr nun eine wesentlich bessere Chance, nach einem Schlaganfall auf den eigenen Beinen aus dem Klinikum zu gehen.


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