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STEYR. Neben der 1:5-Schlappe gegen Austria Lustenau schmerzt bei den Rot-Weißen vor allem der verletzungsbedingte Ausfall von Abwehrchef Nicolas Wimmer.

Foto: SKV/Höfinger
Foto: SKV/Höfinger

Mit nur fünf Punkten beendet der SK Vorwärts das erste Saisondrittel in der 2. Liga. Dabei war der Aufsteiger mit einem 1:1 gegen Titelfavorit Ried so hervorragend in die Saison gestartet. Seitdem hat man aber gegen die Profiteams keinen Punkt mehr geholt.

Wichtige Heimspiele folgen

Die weiteren vier Zähler gab es gegen die Mitaufsteiger Horn und Lafnitz und damit gegen Amateur-Teams auf Augenhöhe. Was Hoffnung für die letzten fünf Runden vor der Winterpause macht ist, dass man noch viermal gegen Teams aus der unteren Tabellenhälfte antritt. Darunter Heimspiele gegen die Juniors OÖ und Klagenfurt. Das nächste Spiel bestreiten die Rot-Weißen erst nach der Länderspielpause am Sonntag, 21. Oktober, beim FAC in Wien.

Torsperre beendet

Gegen Lustenau beendet Simon Gasperlmair nach 500 Minuten die Torflaute und trifft zum 1:2. Unmittelbar vor der Pause verliert der SKV Abwehrchef Nicolas Wimmer, der sich ohne Fremdeinwirkung einen Kreuzbandriss im linken Knie zuzieht und mindestens ein halbes Jahr ausfällt. Ohne ihn laufen die Steyrer in ein 1:5-Debakel. Auch weil man nach Rot gegen Alem Pasic (60.) in Unterzahl agieren muss. Es war übrigens die erste Rote Karte für Vorwärts seit über zwei Jahren (Alexander Staudecker auswärts gegen Austria Klagenfurt).

Zeichen gegen Gewalt

Abseits des Rasens setzt Vorwärts nach Vorfällen in den letzten Wochen ein klares Zeichen gegen Gewalt. „Wir können und werden zu keinem Zeitpunkt irgendeine Form der Gewalt, sei es verbal oder nonverbal gegenüber Fans, Vereinsmitgliedern, Gegnern oder Offiziellen akzeptieren oder tolerieren“, heißt es unter anderem in einer Stellungnahme des Vorstandes.

Stellungnahme im Wortlaut

Liebe Vorwärts-Familie, 

der SK Vorwärts Steyr ist mit riesengroßer Vorfreude unter das Dach der Bundesliga zurückgekehrt. Wenngleich wir alle wussten, dass der Aufstieg in die 2. Bundesliga realistisch betrachtet eine große sportliche Herausforderung darstellt, konnten wir bereits erste Teilerfolge gemeinsam mit euch allen feiern, auf die wir als Verein stolz sein dürfen. Uns allen muss bewusst sein, dass wir unser großes Ziel, den Klassenerhalt in der 2. Bundesliga, nur dann erreichen können, wenn wir jene Tugenden, die uns als Vorwärts-Familie in den nunmehr fast 100 Jahren seit der Gründung des Vereins stets begleitet haben, jeden Tag aufs Neue in die Waagschale werfen: Zusammenhalt, Leidenschaft und Teamgeist.

Gerade in den letzten Spielen mussten wir als Vorstand feststellen, dass es scheint, als ob wegen einiger weniger in der Vorwärts-Familie ein kleiner Riss am Entstehen ist; diesen Riss wollen wir keinesfalls zu einem Bruch werden lassen. Uns ist die Bedeutung der Fans für den SK Vorwärts mehr als bewusst; aus diesem Grund sehen wir es als unsere Pflicht als Vereinsführung, aktiv den Dialog mit den Fans des SKV zu suchen, denn letztendlich verfolgen wir alle das gleiche Ziel:

Wir alle möchten den SK Vorwärts noch erfolgreicher machen. Wir alle sind der SKV, der SKV sind wir alle. 

Gewalt werden wir keinesfalls tolerieren! 

Uns ist bewusst, dass Fußball eines der emotionalsten Themen der Welt ist. Uns ist auch bewusst, dass angesichts der sportlichen Lage der ein oder andere Fan enttäuscht ist. Nichtsdestotrotz möchten wir klarstellen, dass wir als Verein eine Vorbildwirkung ausüben: Gegenüber unseren Kindern, der Gesellschaft und letztendlich auch gegenüber uns selbst. Bedauerlicherweise kam es in der jüngsten Vergangenheit zu gewalttätigen Zwischenfällen, die niemand, dem der SKV am Herzen liegt, für gut befinden kann.

Festzuhalten ist, dass diese Vorfälle auch dem ÖFB nicht verborgen blieben; als Konsequenz wurde gegenüber der betroffenen Person ein Stadionverbot ausgesprochen. Wir als Vereinsführung möchten betonen, dass wir das Urteil des ÖFB respektieren, uns aber gleichzeitig gegen das bestehende Stadionverbot gegen einen unserer Fans eingesetzt und die Aufhebung erreicht haben, da wir der Ansicht sind, dass die Maßnahme des Stadionverbots in jenem Fall zu einem Umdenken der betroffenen Person geführt hat. Abschließend möchten wir als Vorstand zwei Dinge festhalten: Erstens betrachten wir es als unsere Pflicht, alle Entscheidungen gemeinsam, sachlich und stets zum Wohle des SK Vorwärts Steyr zu treffen. Zweitens können und werden wir zu keinem Zeitpunkt irgendeine Form der Gewalt, sei es verbal oder nonverbal gegenüber Fans, Vereinsmitgliedern, Gegnern oder Offiziellen akzeptieren oder tolerieren – sowohl in unserem Stadion als auch Auswärts. Hass, Diskriminierung und Rassismus gehören nicht zu den Werten des SK Vorwärts und werden es auch nie.

Wir sind der Überzeugung im Sinne aller Menschen zu handeln, denen der SK Vorwärts am Herzen liegt – nun liegt es an uns allen, den gemeinsamen Weg in der 2. Bundesliga weiterzugehen; nur gemeinsam mit unseren österreichweit einzigartigen Fans kann es uns gelingen, die aktuelle Saison positiv zu gestalten. Lasst uns gemeinsam alles für den SK Vorwärts geben – mit Emotion, Tatkraft und Stolz, aber ohne Gewalt und Hass.

Der Vorstand des SK Vorwärts Steyr


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