Vorwärts will Fans einen Derbysieg schenken
STEYR. Drei Runden vor Schluss der HPYBET 2. Liga liegt Vorwärts Steyr auf dem letzten Platz. Auch wenn der Abstieg droht – am Sonntag gegen BW Linz (10.30 Uhr) sollen auf jeden Fall drei Punkte her.

Nur fünf der bisher 27 Spiele konnte der Aufsteiger gewinnen, das 1:4 bei den Juniors OÖ ist bereits die 16. Niederlage. „Es war nicht so deutlich wie das Ergebnis. Speziell in der zweiten Halbzeit waren wir ganz gut im Spiel und hatten durch Simon Gasperlmair eine Topchance zum Ausgleich, die sollte man in so einer Situation nützen“, sagt Trainer Willi Wahlmüller. Doch der Mittelfeldspieler schießt über das Tor. Effizienter ist wieder einmal der Gegner, der mit einem Doppelschlag kurz darauf die Partie entscheidet. Danach gibt es in der rot-weißen Defensive Auflösungserscheinungen, Meister erhöht auch noch auf 4:0, ehe Jefte Betancor in der Nachspielzeit zumindest der Ehrentreffer gelingt.
Duell der Krisen-Klubs
In den letzten drei Runden braucht Vorwärts nun ein kleines Wunder, um sportlich in der Liga zu bleiben. Aktuell würde es zwei Klubs erwischen, es könnte aber auch sein, dass am Ende auch der letzte Platz reicht. Nämlich dann, wenn Wiener Neustadt die Zulassung entzogen wird (Betrugsvorwürfe) und Wacker Innsbruck aus der Bundesliga absteigt. Unabhängig von der Tabellensituation will Vorwärts am Sonntag im Derby gegen BW Linz den leidgeprüften Fans drei Punkte schenken. Der Gegner, betreut von Ex-Vorwärts-Spieler Goran Djuricin, hat im Frühjahr ebenso erst sieben Punkte geholt.
Kapitän setzt Zeichen
Clubmanager Jürgen Tröscher führt bei Vorwärts derzeit die komplizierten Vertragsgespräche für die kommende Saison, Kapitän Reinhard Großalber geht voran und würde auch bei einem Abstieg in die dritte Liga bleiben. „Der Verein hat sich sehr um mich bemüht und bringt mir großes Vertrauen entgegen“, sagt der 33-jährige Torhüter, der bereits über 200 Pflichtspiele für die Rot-Weißen bestritten hat.


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