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WALDNEUKIRCHEN. Die Fußballer der Union Waldneukirchen schafften mit einem starken Frühjahr heuer die Rückkehr in die 1. Klasse Ost.

 (Foto: Union Waldneukirchen/Weichselbaumer)
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Nach dem geschafften Aufstieg im Juni stehen nun wieder spannende Partien gegen die Nachbargemeinden Adlwang, Aschach und Sierning auf dem Programm. „Es ist schon ein bisschen surreal, wenn man sich den Verlauf der vergangenen Saison ansieht“, schwelgt der sportliche Leiter Philipp Lueghamer mit einem breiten Grinsen in Erinnerungen. „Wir waren im Winter ganze neun Punkte hinter den Aufstiegsplätzen, da konnte man einfach nicht mit so einem Happy End rechnen.“

Durch eine beinahe perfekte Frühjahrssaison schafften es die Fußballer aus Waldneukirchen, sich nochmal heranzukämpfen. Mit satten 31 Punkten aus 12 Spielen konnte man leistungstechnisch gehörig zulegen und belegte schlussendlich hauchdünn den dritten Platz. Nachdem die 1b-Mannschaft des OÖ-Ligisten aus Dietach nicht berechtigt war, an der Aufstiegsrelegation teilzunehmen, nahm die Union Waldneukirchen die Herausforderung dankend an. In zwei Matches gegen die Union Wolfern gelang dann die Sensation des Sommers. Nachdem man im Hinspiel bereits nach wenigen Minuten 0:2 zurücklag, drehten die Waldneukirchner in weniger als 30 Minuten die Partie zu einer 3:2-Führung. Diesen Vorsprung gab man dann nicht mehr aus der Hand.

Relegation als Publikumsmagnet

Rund 1.500 Zuschauer verfolgten die beiden Matches in Wolfern und Waldneukirchen, was für eine Gänsehautstimmung auf und neben dem Platz sorgte. „Wir alle dachten, dass der Traum vom Aufstieg schon nach wenigen Minuten geplatzt schien – doch was dann in der darauffolgenden halben Stunde in Wolfern geschah, das beschert mir noch immer eine Gänsehaut,“ sagt der erst 31-jährige Erfolgstrainer der Waldneukirchner, Dominik Ebner.

Der gebürtigte Niederneukirchner war einst selber Spieler für Waldneukirchen, ehe er auf Grund mehrerer Verletzungen die Laufbahn als Trainer einschlug. Der studierte Sportwissenschaftler übernahm dabei die Mannschaft erst im vergangenen Winter und führte die Steyrtaler auf eine noch nie dagewesene Erfolgswelle. „Solche Geschichten schreibt nur der Sport. Es ist ein Privileg für jeden von uns, im Frühjahr 2023 Teil dieses Fußballmärchens gewesen zu sein. Für uns alle waren es Momente für die Ewigkeit“, fasst Ebner zusammen.

Ziel für die Saison 2023/2024 muss laut Ebner vorrangig der Klassenerhalt sein, welchen man bestmöglich so schnell es geht sichern will. Dafür wird es notwendig sein, möglichst verletzungsfrei mit einer fitten Mannschaft bereits im Herbst 2023 möglichst viele Punkte mitzunehmen. „Die Liga ist sehr ausgeglichen und sehr stark aufgestellt. Wir wollen uns diese Saison etablieren und den Elan aus dem Frühjahr bestmöglich mitnehmen!“, so Lueghammer und Ebner. Das nächste Heimspiel ist am Samstag, 9. September, das Derby gegen Adlwang, Anstoß ist um 17 Uhr.

Talente fördern

Doch nicht nur die Ergebnisse im Erwachsenenfußball können sich sehen lassen: durch die langjährige Kooperation mit der benachbarten Union Adlwang ist man auch im Nachwuchs sehr breit aufgestellt.

Seit der Corona-Pandemie haben zahlreiche Sportvereine das Problem, dass sie vor allem im Nachwuchsbereich einen Mitgliederschwund zu verzeichnen haben. Seit mehreren Jahren ist die Union Karosserie Eder Waldneukirchen daher in einer Nachwuchsspielgemeinschaft mit dem Nachbarn aus Adlwang engagiert. In vier Altersstufen von der U10 bis zur U14 wird versucht, die Nachwuchsfußballer von morgen auszubilden und langfristig im Verein zu halten.

Die Geschicke im Kinder- und Jugendfußball liegen dabei in den Händen von Nachwuchsleiter Danny Schönfelder und seinem Team. „Durch die Kooperation mit der Union Adlwang gelingt es uns, dass wir gemeindeübergreifend viele junge Sportbegeisterte wöchentlich für den Fußball erreichen können. Die Zusammenarbeit zwischen den Vereinen funktioniert perfekt, weshalb alle davon profitieren und für die Zukunft vorsorgen können. Der eine oder andere trainiert und spielt bereits in den Reserve- und Kampfmannschaften mit“, erzählt Schönfelder. „Wir sind stolz, dass wir hier so einen wertvollen Beitrag leisten können – Teamwork, makes the Dream work!“ Wie gut die Jugendarbeit im Verein der Union Waldneukirchen funktioniert, konnte man hautnah beim 1. Georg Ulbrich Gedenkturnier in der Turnhalle Waldneukirchen miterleben. Im März waren in Altersstufen von der U7 bis U14 insgesamt 45 Mannschaften aus der gesamten Region an zwei Tagen zu Gast. Das perfekt organisierte Event punktete mit tollem Hallenfußball und strahlenden Gesichtern.

Viele packen mit an

Doch nicht nur sportlich kann sich die Union Waldneukirchen sehen lassen. Was neben dem Platz passiert, wird ausschließlich durch das Engagement freiwilliger Helfer und Funktionäre bewerkstelligt. Sektionsleiter Andreas Grossauer, der stellvertretend für den gesamten Vereinsvorstand operativ das Sagen hat, erklärt: „Wir konnten in den letzten Jahren die Anzahl an Funktionären stark erhöhen. Ein Team aus jungen und erfahrenen Vereinsmitgliedern hat sich zusammengetan und hat so den Verein nachhaltig stabilisiert und für die Zukunft fit gemacht. Wir schaffen es so, dass wir eine Reihe von Veranstaltungen jedes Jahr problemlos und höchst erfolgreich über die Bühne bringen können – die Arbeitsmoral ist dabei immer herausragend.“

Ein Fixpunkt im Veranstaltungskalender ist dabei der alljährliche Waldneukirchner Kleinfeldcup. Das mit 32 Hobbymannschaften immer restlos ausgebuchte Fußballturnier sorgt jeden Sommer für Partystimmung. Mannschaften aus Nah und Fern nehmen jedes Jahr daran Teil und lassen das Fußballherz für jedermann höherschlagen. Neben dem Hobbyturnier ist die Union auch beim Waldneukirchner Holzbirndlkirtag alljährlich tatkräftig dabei. Vor Weihnachten wird zudem der Charity-Punschstand veranstaltet. Dort werden jedes Jahr freiwillige Spenden für ein soziales Projekt in der Region gesammelt.

Neue Tribüne am Sportplatz

Für die Zuschauer am Fußballplatz, der Prefa-Arena, wird der Komfort verbessert. Die Sportanlage in Waldneukirchen bekommt schon in Bälde eine neue Sitzplatztribüne. Neben 100 überdachten Sitzplätzen wird außerdem eine WC-Anlage sowie eine Ausschank samt VIP-Lounge und Stehbar errichtet. Ziel ist, dass bis zur nächsten Saison 2024/2025 die Tribüne eingeweiht werden kann.


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