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STEYR. Profactor erhält den Zuschlag für das nationale Leitprojekt im Rahmen der Initiative „Produktion der Zukunft“ des Infrastrukturministeriums. Die Steyrer Forschungsschmiede wird drei Jahre lang 24 Partner aus Industrie und Wissenschaft koordinieren.

Profactor hat seinen Sitz im Stadtgut in Gleink und wurde 1995 gegründet. Foto: Profactor
Profactor hat seinen Sitz im Stadtgut in Gleink und wurde 1995 gegründet. Foto: Profactor

„Der Zuschlag bestätigt, dass wir in den vergangenen Jahren mit der Forschung rund um Assistenzsysteme auf das richtige Pferd gesetzt haben“, sagt Andreas Pichler, technischer Geschäftsführer von Profactor.

Maschinen, die mitdenken

Im Forschungsunternehmen ist man überzeugt, dass Europa als Industriestandort nur dann reüssieren wird, wenn individualisierte Produkte zu marktfähigen Preisen erzeugt werden können. „Nur Assistenzsysteme mit kognitiven Eigenschaften schaffen den Spagat zwischen Masse und Individualität“, ist Pichler überzeugt. Das bedeutet: Maschinen, die mitdenken und den Menschen dann entlasten wenn es darauf ankommt, sind die Lösung. Die menschenleere Fabrik sei für Europa jedenfalls keine Vision mehr. „Für eine Fabrik mit assistierenden Maschinen – die vom Menschen auch akzeptiert werden müssen – liegt allerdings noch viel Arbeit vor uns“, sagt Pichler. Die Synergie von Mensch und Maschine ist jedenfalls das zentrale Thema für zukünftige Produktionsumgebungen. „Assistenz bedeutet das Eingehen auf spezielle Benutzungssituationen und dessen innovative Umsetzung“, betont Manfred Tscheligi, er ist wisschenschaftlicher Leiter des millionenschweren Leitprojektes.

Industrie 4.0

Das Infrastrukturministerium investiert jährlich rund 185 Millionen Euro im Bereich Industrie 4.0. „Wir werden die Digitalsierung so nützen, dass unsere Betriebe und unsere Arbeitskräfte davon profitieren. Das Projekt leistet einen wichtigen Beitrag für sichere, gut bezahlte und erfüllte Arbeitsplätze in Österreich“, so Minister Jörg Leichtfried (SPÖ).


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