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STEYR- Mit 16.000 Tonnen wiederverwerteten Stahl- und Aluspänen – was der Masse von zwei Eiffeltürmen entspricht –, einer jährlichen Stromersparnis von 11,1 Gigawattstunden, sowie einer jährlichen Wasseraufbereitung von 13 Millionen Litern setzt das BMW Group Werk Steyr auf einen schonenden Umgang mit wertvollen Ressourcen.

Fotos: BMW Group
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Im BMW Group Werk Steyr werden neben der Dieselmotoren-Entwicklung und der Motorenmontage auch die Kernkomponenten des Motors, also Kurbelgehäuse, Kurbelwelle, Pleuel und Zylinderkopf, bearbeitet. Dies passiert auf über 87.000 m² und 14 verschiedenen Produktionslinien in der Mechanischen Fertigung. Durch den hohen Automatisierungsgrad wird in diesem Bereich viel Energie verbraucht. Drei Leuchtturmprojekte haben im letzten Jahr zur Ressourcenschonung beigetragen.

Abwasserfreie Fertigung

Mit 500 Kubikmeter Wasser pro Minute wird die gleiche Menge Wasser durch die Anlagen der Mechanischen Fertigung befördert, wie von der Steyr in die Enns fließt. Das durch den Produktionsprozess mit Emulsion und Spänen verunreinigte Wasser wird im Keller des Werks wiederaufbereitet und erneut dem Produktionsprozess zugeführt. Jährlich werden im Werk Steyr insgesamt 13 Millionen Liter Wasser wiederaufbereitet.

Zwei Eiffeltürme gespart

In der Mechanischen Fertigung werden pro Jahr 16.000 Tonnen Alu- und Stahlspäne aus den Prozesswässern recycelt. Das entspricht dem Gewicht von zwei Eiffeltürmen. Diese Späne werden in Gießereien wiederverwendet. Durch die Aufbereitung können wiederum ca. 400.000 Vierzylinder-Kurbelgehäuse hergestellt werden.

Energiefresser per Handyalarm entlarvt

Das Werk Steyr senkt seinen Energieverbrauch kontinuierlich – in den letzten Jahren jeweils um zehn Gigawattstunden. Das entspricht dem Strombedarf von ca. 2700 Haushalten. Letztes Jahr wurden zusätzlich weitere 1,1 Gigawattstunden an Energie eingespart. Dies wurde durch eine im Werk entwickelte Software erreicht, die die Grundlastoptimierung aller Fertigungslinien im Werk genauestens auflistet. Ein intelligentes Druckluft- und Strominformationssystem benachrichtigt den Mitarbeiter über sein Smartphone, wenn von Sensoren gemessene Grenzwerte überschritten werden. Aufgrund der so möglichen, schnellen Reaktion des Mitarbeiters wird Energie gespart – so viel, dass ein BMW i3 mit der jährlichen Gesamtersparnis zehn Millionen Kilometer weit fahren könnte.

Das Werk Steyr ist das weltgrößte Motorenwerk der BMW Group. Zu Spitzenzeiten werden hier von rund 4.500 Mitarbeitern über 6.000 Motoren täglich produziert. In Steyr befindet sich auch das weltweit einzige Entwicklungszentrum der BMW Group für Dieselmotoren.


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