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WEYER. In der Tips-Wahlserie werfen wir einen Blick auf die Ausgangssituation in Weyer.

  1 / 4   Seit Jahrzehnten kämpft Weyer um eine Ortsumfahrung, die nun fix realisiert wird. Die Kosten dafür betragen rund 53 Millionen Euro. (Foto: rh)

2009 wählten in Weyer noch 49 Prozent die SPÖ, die FPÖ (2,6 Prozent) scheiterte klar am Einzug in den Gemeinderat. Vor sechs Jahren mussten die Sozialdemokraten eine schwere Niederlage einstecken und sackten auf 33 Prozent ab. Dahinter schafften mit ÖVP, FPÖ und der Weyrer Bürgerliste (WBL) drei weitere Fraktionen über 20 Prozent. Für Spannung ist somit auch bei der kommenden Gemeinderatswahl am 26. September gesorgt.

24 Jahre im Amt

Bürgermeister der Marktgemeinde Weyer ist seit 1997 Gerhard Klaffner. Der 68-Jährige wird heuer noch einmal die Sozialdemokraten anführen. Ziele sind ein Zugewinn an Mandaten und ein klarer Erfolg bei der Bürgermeister-Direktwahl. Klaffner ist erfreut, dass die Ortsumfahrung nach langem Warten endlich vor dem Baubeginn steht. „Besonders der Schwer- und Durchzugsverkehr wird damit ausgelagert. Die kleinräumige Umfahrung wird eine sehr große Chance für unser Zentrum bieten. Wir arbeiten auch gemeinsam mit Bevölkerung, Handel und Gewerbe an Lösungen, die unseren schönen Marktplatz und unseren Ort als attraktives Zentrum positionieren werden“, so der Bürgermeister, dem ein 30-köpfiges Team aus allen Ortsteilen zur Seite steht. Auf Listenplatz zwei kandidiert Leopold Buchriegler (44). Er ist HTL-Ingenieur, Kapellmeister der „Trachtenmusikkapelle Harmonie Weyer“ und stammt aus einer bäuerlichen Familie.

„Will Bürgermeister werden“

Als erster Herausforderer von Klaffner positioniert sich ÖVP-Kandidat Bernhard Kühholzer. „Mein klares Ziel ist es, Bürgermeister zu werden. Ich habe stets ein offenes Ohr für die Anliegen und Ideen der Einwohner, denn nur so können wir gemeinsam Weyer weiterbringen. Es braucht dringend neue Impulse für unsere schöne Marktgemeinde“, sagt der 54-jährige Unternehmer. Kühholzer ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Politisch ist er seit dem Jahr 2008 aktiv.

Erfahrener Lokalpolitiker

Spitzen- und Bürgermeisterkandidat der FPÖ ist Karl Haidinger. Der erfahrene Kommunalpolitiker wurde bereits 1993 erstmals Gemeinderat, damals noch in Weyer-Land. Beruflich ist der 49-Jährige als kaufmännischer Angestellter tätig. Im Wahlkampf setzen die Freiheitlichen unter anderem auf die Themen Infrastruktur und Breitband-Ausbau.

Direktorin führt WBL an

Seit 30 Jahren ist die Weyrer Bürgerliste im Gemeinderat dabei. Das Team wurde heuer neu aufgestellt, Spitzen- und Bürgermeisterkandidatin ist Gemeindevorständin Eva Aigner. Die 46-Jährige ist verheiratet und Mutter von zwei Töchtern, ab September übernimmt die Pädagogin die Leitung der Berufsbildenden Schulen (BBS) in der Marktgemeinde. „Weyer braucht ein parteipolitisch unabhängiges Gegengewicht zu den Altparteien. Die Bürger sollen mitentscheiden, mitbestimmen und mitverantworten“, betont Aigner.

Gemeinderatswahl 2015:

SPÖ: 33,3 Prozent, 9 Mandate

ÖVP: 24,8 Prozent, 6 Mandate

FPÖ: 21,7 Prozent, 5 Mandate

WBL: 20,2 Prozent, 5 Mandate

Bürgermeisterwahl 2015:

Gerhard Klaffner (SPÖ) 46,2 Prozent

Herbert Matzenberger (ÖVP) 25,4 Prozent

Günther Neidhart (WBL) 14,9 Prozent

Albert Aigner (FPÖ) 13,5 Prozent

Stichwahl:

Gerhard Klaffner (SPÖ) 59,2 Prozent

Herbert Matzenberger (ÖVP) 40,8 Prozent


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