Innovationsoffensive für Landwirte
REGION KIRCHDORF-STEYR. „Wir möchten hier nicht von der klassischen Urproduktion wegberaten, sondern ein Angebot für die bereithalten, die etwas Neues probieren und umsetzen wollen“, sagt Landwirtschaftskammer-Dienststellenleiterin Gabriele Hebesberger über die Innovationsoffensive.

Das Erfolgsprojekt „Innovationsoffensive für die Landwirtschaft“ geht in die nächste Runde. Auch für die kommende Bildungssaison hat die Projektgruppe ein visionäres Angebot für Landwirte zusammengestellt, die auf ihren Betrieben entweder etwas Anderes machen wollen, oder etwas anders machen wollen. Das gesellschaftliche Ansehen des Berufsbildes eines Landwirts hat sich in den letzten Jahren erheblich gesteigert. Immer mehr junge Menschen wollen deshalb wieder Höfe übernehmen und weiterführen. Und der Reiz der Jungübernehmer, ein innovatives Hofprodukt zu bieten, ist spürbar vorhanden.
Weg zum Geschäftsmodell
Angeboten wird ein umfassendes Bildungsangebot, welches alle Schritte eines Innovationsprozesses – angefangen mit einer Exkursion, über die Ideensuche bis hin zum fertigen Geschäftsmodell begleitet. Individuelle Begleitung gibt es für alle Landwirte zusätzlich im Zuge einer Innovationsberatung bzw. -begleitung. Die Veranstaltung „Wissensforum Bauernnetzwerk“ bietet eine Möglichkeit für Information, Inspiration und zum Netzwerken.
Innovation in der Landwirtschaft – wozu?
Die Gesellschaft unterliegt einem Wandel. Neue Trends und Verhaltensweisen und klimatische Bedingungen verändern langfristig unseren Alltag und unsere Ernährungsgewohnheiten. Veränderte Ernährungsgewohnheiten und –trends verlangen nach neuen Inhaltsstoffen und Grundnahrungsmitteln. Um hier Regionalität zu bewahren und die Herkunft und Wertschöpfung in Österreich zu halten, muss genau analysiert und erforscht werden, was in Österreich wie und an welchen Standorten kultiviert werden kann. Und zusätzlich zu aller Forschung und Analyse braucht eine Innovation Ideen und Pioniere, also mutige Landwirte, die den Schritt in neue Produktionsbereiche wagen.
„Eine sehr große Herausforderung der wir uns in diesem Projekt stellen ist es, auch Grünlandbetrieben Alternativen aufzuzeigen. Kühe gelten als die besten Raufutterverzehrer. Wenn wir Kühe und damit einhergehend die Milchproduktion einfach aufgeben, dann wird sich das Landschaftsbild verändern, die Wiesen und Almen verwalden“, sagt Kirchdorfs Bezirkbauernkammer-Obmann Andreas Ehrenhuber. „Und der Eingriff in die Biodiversität wäre enorm und von nicht abschätzbarem Ausmaß. Wir versuchen Alternativen zu finden und aufzuzeigen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, und den Landwirten und unserer Region eine Zukunft zu bieten.“
Exkursion am 4. November
Eine Leader Exkursion findet am Freitag, 4. November, von 13 bis 17 Uhr statt, dabei werden die Famllie Sommer in Kleinraming und die Genossennschaft „Ums EGG“ in Losenstein besucht. Dort wird erzählt, wie es anders gehen kann. Anmeldung unter office@leader-kalkalpen.at; Tel. 07257 20593


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