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STEYR. Die Bezirksstelle Steyr der Arbeiterkammer (AK) zog Bilanz über das schwierige Jahr 2022. Fünf Millionen Euro konnten für die Mitglieder erkämpft werden.

AK-Bezirksstellenleiter Gerhard Klinger (links) mit AK-OÖ-Chef Andreas Stangl (Foto: AK OÖ/Wolfgang Spitzbart .)

Knapp 40.000 Mitglieder hat die Arbeiterkammer in Steyr und Steyr-Land. Im vergangenen Jahr wandten sich Rat- und Hilfesuchende 5.605 Mal an die Bezirksstelle. In 3.445 Fällen telefonisch, in 1.733 Fällen persönlich (inklusive 89 Bildungsberatungen) und in 427 Fällen schriftlich, vor allem per E-Mail.

Fünf Millionen Euro erkämpft

Bei vielen Arbeitsrechtsproblemen reicht eine Beratung nicht aus. Die AK muss dann bei den Arbeitgebern intervenieren. Außergerichtlich hat die AK Steyr 215.232 Euro an vorenthaltenem Entgelt im Jahr 2022 hereingebracht. Manche Arbeitgeber lassen es auf einen Streit vor Gericht ankommen. Die AK Steyr erkämpfte arbeitsgerichtlich im Jahr 2022 für ihre Mitglieder 230.148 Euro. 

174, und somit die große Mehrheit, der arbeitsrechtlichen Fälle betraf Betriebe ohne Betriebsrat. „Daran erkennt man, wie wichtig eine betriebliche Interessenvertretung für die korrekte Bezahlung der Arbeitnehmer und die Einhaltung des geltenden Arbeitsrechts ist“, sagt der Steyrer AK-Leiter Gerhard Klinger. 

Hauptsächliche Gründe für Rechtshilfen und -vertretungen waren Differenzen bei der Endabrechnung von beendeten Arbeitsverhältnissen (53), vorenthaltenes bzw. offenes Entgelt (52 bzw. 19) sowie rechtswidrige Entlassung (15). In 129 Sozialrechtsangelegenheiten erstritt die AK Steyr im vergangenen Jahr 3,53 Millionen Euro. Dabei ging es um die Themen Pension, Pflegegeld sowie Versehrtenrente. Zusätzlich wurden 2022 für 83 Arbeitnehmer aus acht insolventen Betrieben im Bezirk 1,04 Millionen Euro durchgesetzt.

In Summe hat die AK Steyr im Vorjahr an arbeits- und sozialrechtlichen Ansprüchen sowie an Forderungen nach Insolvenzen für ihre Mitglieder Zahlungen von insgesamt 5,01 Millionen Euro erreicht.

Kleinster Betrag waren 58,37 Euro

In ihrem Engagement für ihre Mitglieder machen die AK-Rechtsexperten keinen Unterschied, ob es sich um große oder kleine Beträge handelt. Den kleinsten Betrag von 58,37 Euro hat man für eine Angestellte eines Sport- und Modegeschäfts per Intervention erreicht. Den höchsten Betrag von 84.600 Euro hat die AK Steyr für einen Facharbeiter gerichtlich erstritten.


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