Ein besseres Bahn-Angebot für das Ennstal
STEYR. Das Zielnetz 2040 ist die langfristige Strategie des Bundes zum Ausbau des Bahnnetzes in Österreich. Regionale Initiative liefern eine Reihe von Verbesserungsvorschlägen.

Nachdem Bundesministerin Leonore Gewessler (Grüne) und ÖBB-Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä Ende Jänner in Wien die Eckpunkte des Zielnetzes 2040 vorgestellt hatten, lief nach Fertigstellung des Fachentwurfs bis Ende April die öffentliche Konsultation.
Die Initiativen Klimafokus Steyr, da Huat brennt, Radlobby Steyr, Grüngürtel statt Westspange, Garsten for Future und Rad·Bahn·Fluss haben zusammen Forderungen zum Zielnetz in einer schriftlichen Stellungnahme geäußert. “Wir freuen uns über das Zielnetz als sehr positiven Schritt für Österreich, sehen aber auch ganz konkreten Nachbesserungsbedarf”, sagt Petra Wallentin von Rad·Bahn·Fluss.
Kern der Vorschläge sind nicht die großen, aufsehenerregenden Projekte wie die neue Innkreisbahn, sondern kleinere, aber entscheidende Details. „Damit die Verkehrswende gelingen kann, braucht es einen umfangreichen Ausbau des öffentlichen Verkehrs. Dabei muss auch die Region Steyr Berücksichtigung finden“, betont Lena Hampl von der Radlobby. Einer der Vorschläge ist die Beibehaltung der Direktverbindung von St. Valentin zum Umsteigeknoten Wien Hauptbahnhof.
Viel Potenzial
„Trotz der sehr positiven Entwicklungen bei den Passagierzahlen ist klar, dass noch viel Potenzial besteht“, sagt Philipp Hartl von Klimafokus Steyr und führt weiter aus: „In ganz Österreich und darüber hinaus gibt es sehr viele Orte, die ausgezeichnet mit der Bahn erreichbar wären. Wegen lückenhaften Fahrplänen und inakzeptablen Wartezeiten beim Umsteigen hat die Bahn leider schlechte Karten. Das gilt es zu verbessern.“
Es werden häufigere schnelle Verbindungen zwischen Steyr/Ennstal und Linz, mehr Züge in den Hauptverkehrszeiten und ein optimierter Taktfahrplan vorgeschlagen. Mit den Vorschlägen wolle man aktiv an der Gestaltung der Mobilität teilnehmen und Verbesserungen vorantreiben. Nach dem Abschluss der öffentlichen Konsultation bleibt abzuwarten, wie das Bundesministerium auf diese Anliegen reagieren wird.
Radlsonntag
Wer das Bahnangebot einmal ausprobieren möchte, ist beim Radlsonntag am 16. Juni herzlich dazu eingeladen. An diesem Tag kann die Ennstalbahn zwischen Steyr und Kleinreifling kostenlos genützt werden, egal ob mit oder ohne Rad. Tickets gibt es nach Anmeldung auf www.radlsonntag.at


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