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STEYR. Hans Payrleithner ist dagegen, dass die nach Ferdinand Porsche und Anton Neumann benannten Straßen in Steyr einen neuen Namen erhalten sollen.

 (Foto: Tips)
(Foto: Tips)

Jetzt sollen also die Porsche Straße und Neumannstraße aus Steyr verschwinden. Im Fall von Professor Ferdinand Porsche eher lächerlich. Millionen Porsche-Fahrzeuge werden auch in Zukunft in der ganzen Welt unterwegs sein. Und im Zusammenhang mit Steyr besonders eine eher armselige Aktion, war er doch Konstrukteur in den Steyr Werken und mit dem Typ Austria die Sensation bei der Pariser Automobilausstellung 1929.

Wollen wir wirklich unsere Geschichte der Arbeiter- und Automobilstadt auslöschen? Unter einem ehemaligen Betriebsrat der Steyr Werke und heutigen Bürgermeister? Ferdinan Porsche war Konstrukteur und nie VW-Chef und eher unpolitisch (für Zwangsarbeiter auch nicht zuständig). Nach dem Krieg inhaftiert, wurde nie Anklage erhoben. Offenbar wollte man die Konkurrenz ausschalten.

Professor Anton Neumann war eine hochangesehene Persönlichkeit, der als Vizebürgermeister (VDU) und dann FPÖ-Politiker viel bewirkt hat (Kultur: Neumann-Medaille; Volkshochschule etc.). Wenn ein Herr Treml jetzt als Kommunist (und sich als solcher nie von den Verbrechen dieser Ideologie distanziert hat) angesehene Bürger herunter macht, sagt das schon alles.

Bilder entfernen und Namen tilgen werden an der Geschichte nichts ändern. Konsequenterweise müsste dann auch das Bild von Ransmayr-Vorgänger Walk(Ständestaat) ebenfalls in den Rathaus Keller wandern. Auch nicht demokratisch gewählt, eventuell wäre eine Zusatztafel informativ.

Von Hans Payrleithner, Steyr; ehemaliger FPÖ-Gemeinderat

Mehr lesen: Was passiert mit Bild von Nazi-Stadtchef?

 

 


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