E-Forum Steyr: Ideenanstöße am Weg zur Klimaneutralität
STEYR. Das dritte Forum Elektromobilität fand im BMW Motorenwerk in Zusammenarbeit mit Stadt, Zukunftsregion Steyr, Fachhochschule und Stadtbetrieben statt.

Geboten wurden Gedankenanstöße und Lösungsansätze, um den ökologischen Fußabdruck zu verbessern und den Herausforderungen von ESG-Kriterien und Lieferkettenmanagement zu begegnen. Egal ob für Unternehmer oder Privatpersonen, für jeden war etwas dabei - Impulsvorträge, Führungen durch das BMW-Werk, Testfahrten, Ausstellerstände, eine Podiumsdiskussion und viel Zeit für Vernetzung und Austausch.
„Man kann sich jeden Tag neu überlegen, wie man sich fortbewegt“, sagt Daniela Zeiner, Chefin der Zukunftsregion Steyr. In den letzten Jahren hätte bereits ein Umdenken stattgefunden. „Alternativen wie Fahrgemeinschaften, Mitfahrapps oder Last-Mile-Lösungen sind keine Fremdwörter mehr. Allerdings gibt es noch viel zu tun“, so Zeiner.
Bürgermeister Markus Vogl (SPÖ) betonte die Bedeutung von Elektromobilität für den Weg der Stadt Steyr zur Klimaneutralität. „Leider hinken wir in Österreich noch hinterher. In Norwegen gibt es bereits mehr Elektrofahrzeuge als Fahrzeuge mit Verbrennern. In Steyr stellen wir die Flotte der Stadt sukzessive auf E-Mobilität um. Bis zum Jahr 2026 wird die Hälfte der Busflotte elektrifiziert sein. Dafür sind allerdings große Investitionen notwendig, nicht nur bei der Anschaffung, sondern auch für die Lade-Infrastruktur.“
Durchgängige Radwege
Ergänzend dazu berichtete Stadträtin Judith Ringer (ÖVP) über Initiativen, durchgängige Radwege zu schaffen, einerseits am Resthof, andererseits aber auch durch Anbindung von niederösterreichischen Gemeinden an einen Radweg zum Bahnhof Münichholz, zum Stadtbad und zum BMW-Werk.
Für FH Steyr-Vizedekan Wolfgang Schildorfer ist vor allem die Frage spannend, was es dazu braucht, das (Mobilitäts-)Verhalten jedes einzelnen zu ändern, um weg vom Individualverkehr zu kommen. Er hat gemeinsam mit Partner Fluidtime die Domino-App entwickelt, um unkompliziert das Bilden von Fahrgemeinschaften zu ermöglichen.
Jetzt braucht es Strategien, um die Menschen zur Nutzung zu bewegen: „Am FH-Campus in Steyr schaffen wir Anreize in Form von Mensagutscheinen beim gemeinsamen Fahren zur FH, in Ried gibt es eine eigene Gruppe, die Appnutzer einen Zusatznutzen in Form von attraktiven Preisen bei einem Gewinnspiel bietet. Auch in Steyr gibt es bereits viele Überlegungen, die App mehr publik zu machen.“


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