Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

KLEINRAMING. Der Waffenproduzent Steyr Arms könnte vom Aufrüsten in Europa profitieren. Geschäftsführer Milan Slapak zeigt sich diesbezüglich optimistisch.

Milan Slapak, Chef von Waffenproduzent Steyr Arms (Foto: Weihbold)
Milan Slapak, Chef von Waffenproduzent Steyr Arms (Foto: Weihbold)

Tips: Wie schätzen Sie die Lage am Weltmarkt ein?

Milan Slapak: Die Weltwirtschaft ist mit der größten Unsicherheit seit der Corona-Pandemie konfrontiert. Gleichzeitig wird Europa seine Ausgaben im Verteidigungssektor drastisch erhöhen und wirtschaftliche Anreize für die Verteidigungsindustrie schaffen. Das ist eine enorme Chance für Steyr Arms.

Tips: Wie stark wird man von den US-Zöllen getroffen?

Milan Slapak: Wir prüfen derzeit die Auswirkungen der angekündigten Zölle auf unsere Produkte. Wir haben eine Produktionsstätte in den USA und haben schon in der Vergangenheit einen Teil der Produktion in die USA verlagert. Darüber hinaus hatten wir bereits Pläne, den Lokalisierungsgrad in den USA zu erhöhen. Wir glauben daher, dass die Auswirkungen auf uns nicht signifikant sein werden.

Tips: Wie stark kann man auf der anderen Seite vom militärischen Aufrüsten in Europa profitieren?

Milan Slapak: Wir gehen davon aus, dass die von der EU und den Mitgliedstaaten angekündigten Budgets für Verteidigungsausgaben bereits ab 2026 in Verträge und Lieferungen münden werden, allerdings mehrheitlich über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren. Steyr Arms ist ein etablierter Lieferant für mehrere NATO-Mitgliedstaaten. Angesichts der Erfolgsbilanz unserer Produkte sind wir optimistisch, was die zukünftigen Geschäftsaussichten angeht.

Tips: Sucht man neue Mitarbeiter?

Milan Slapak: Wir haben offene Stellen in Bereichen, in denen wir Kapazität oder Fachwissen erhöhen müssen, weil wir stark in die Entwicklung neuer Produkte investieren. Gleichzeitig ergreifen wir Maßnahmen, um die Produktivität zu erhöhen.

Steyr Arms ist einer der führenden europäischen Hersteller von Gewehren für Jagd, Polizei und Militär und seit 2024 Teil einer tschechischen Investorengruppe. Das Unternehmen wurde 1864 als „Josef und Franz Werndl & Company, Waffenfabrik und Sägemühle in Oberletten“ gegründet und war zu Beginn des 20. Jahrhunderts die größte Waffenfabrik der österreichisch-ungarischen Monarchie. Heute beschäftigt Steyr Arms rund 200 Mitarbeiter an den Standorten Kleinraming und Bessemer (USA).


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden


Weitere Beiträge

Steyrer BMW Werk stellt sich bei E-Motoren-Produktion breiter auf

Steyrer BMW Werk stellt sich bei E-Motoren-Produktion breiter auf

STEYR. 600.000 Elektro-Antriebe will BWM in Steyr künftig pro Jahr herstellen. Jetzt werden am Standort weitere 100 Millionen Euro in eine Hightech-Produktion ...

Tips - total regionalRobert Hofer
Demokratiewoche in Steyr

Demokratiewoche in Steyr

STEYR. Zwischen 19. und 26. Oktober steht die Zivilgesellschaft unter dem Dach der parteiunabhängigen Plattform „Bündnis2025“ auf und feiert ...

Tips - total regionalRobert Hofer
Steyrer Seniorenring-Obmann im Amt bestätigt

Steyrer Seniorenring-Obmann im Amt bestätigt

STEYR. Die Ortsgruppe Steyr des FPÖ-nahen Seniorenrings hielt im Schwechaterhof ihren Bezirksseniorentag mit Vorstandsneuwahl ab.

Tips - total regionalRobert Hofer
Neuer Vorstand bei der UHS-Ortsgruppe in Steyr

Neuer Vorstand bei der UHS-Ortsgruppe in Steyr

STEYR. Die Ortsgruppe Steyr der Union Höherer Schüler (UHS) geht mit einem neu gewählten Vorstand rund um Obmann David Dallinger ins Schuljahr.  ...

Tips - total regionalRobert Hofer
Münzkirchner ist neuer Vorsteher am Bezirksgericht Steyr

Münzkirchner ist neuer Vorsteher am Bezirksgericht Steyr

MÜNZKIRCHEN/STEYR. Franz Heilmann, Richter des Bezirksgerichtes Perg, wurde mit Anfang Oktober vom Bundesministerin für Justiz zum Vorsteher ...

Tips - total regionalRobert Hofer
Freiheitliche Wirtschaft bestätigte Obfrau in ihrem Amt

Freiheitliche Wirtschaft bestätigte Obfrau in ihrem Amt

STEYR. Die Freiheitlichen Wirtschaft (FW) Steyr und Steyr-Land stellte die Weichen für die kommende Funktionsperiode.

Tips - total regionalRobert Hofer
Weitere Beiträge