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STEYR. Mit Kurt Haslinger und Erich Schwarz erhielten zwei langjährige Betriebsratsvorsitzende aus dem Raum Steyr das Goldene Verdienstzeichen des Landes Oberösterreich. 

Erich Schwarz (Foto: Pro-Ge OÖ)
Erich Schwarz (Foto: Pro-Ge OÖ)

Die Ehrung erfolgte am Dienstag durch Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) im Steinernen Saal des Linzer Landhauses.

Kurt Haslinger war seit 1991 im Betriebsrat der SKF Österreich AG tätig und übernahm 2014 die Funktion des Vorsitzenden. In dieser Zeit vertrat er mehr als 600 Beschäftigte – vor allem aber war er eines: ein Ansprechpartner für jene, die Unterstützung am dringendsten benötigten.

Immer ein offenes Ohr

Es waren nicht nur Verhandlungen oder Zahlen, die seine Arbeit geprägt haben, sondern vor allem der Blick auf den einzelnen Menschen. Ob bei Problemen im Arbeitsalltag, bei persönlichen Herausforderungen oder in schwierigen Lebenssituationen – Haslinger hatte immer ein offenes Ohr.

Besonders die Anliegen der Schwächeren standen für ihn im Mittelpunkt. Auch über den Betrieb hinaus engagierte er sich mit großem Einsatz in der Gewerkschaft, im ÖGB sowie in der Stadt Steyr. Sein Handeln war stets von dem Gedanken geprägt, Verantwortung zu übernehmen und für andere da zu sein.

Mehr als drei Jahrzehnte an der Spitze

Erich Schwarz stand über mehr als 30 Jahre an der Spitze der Arbeitnehmervertretung bei MAN in Steyr – in einer Zeit, die von großen Veränderungen und Unsicherheiten geprägt war. Er war nicht nur Verhandler, sondern Kämpfer für seine Belegschaft.

Unter seiner Verantwortung wurden zentrale Verbesserungen erreicht – von neuen Lohnsystemen über Sozialpläne bis hin zu Modellen der Altersteilzeit. Eine seiner größten Leistungen: In seiner Amtszeit gab es keine betriebsbedingten Kündigungen.

Gerade in einem industriellen Umfeld mit immer wiederkehrenden Umbrüchen ist das keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis von harter, konsequenter Betriebsratsarbeit. Besonders in den letzten Jahren, als die Zukunft des Standortes Steyr auf dem Spiel stand, setzte er sich mit aller Kraft für die Beschäftigten ein – getragen von der Überzeugung, dass man Verantwortung nicht abgibt, wenn es schwierig wird.

Auch weit über den Betrieb hinaus war Schwarz aktiv – in der Gewerkschaft, in der Arbeiterkammer als Vizepräsident und in internationalen Gremien, wo er die Interessen der Beschäftigten vertrat.


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