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STEYR. Mit der Kunstaktion „Die vorletzte Modeschau der Welt“ machte die Initiative „Da Huat brennt“ anlässlich des internationalen Tags der Artenvielfalt auf ihre Anliegen aufmerksam.

Modeschau der anderen Art am Steyrer Stadtplatz. (Foto: Dieter Wallentin)
Modeschau der anderen Art am Steyrer Stadtplatz. (Foto: Dieter Wallentin)

Zwischen Passanten, Marktbesuchern und Stadtgeschehen entstand am Samstag (24. Mai) für zwei Stunden ein öffentlicher Raum zwischen Kunst, Irritation und politischer Frage.

Ohne klassische Bühne und ohne große Inszenierung bewegten sich die „Models“ durch den Stadtplatz: Vertreter jener Tierarten und Lebensräume, die durch die geplante Steyrer  Westspange bedroht sind.

Die Aktion griff bewusst die Ästhetik einer Modeschau auf, stellte jedoch nicht Konsum, sondern die Frage in den Mittelpunkt: Welche Arten und Lebensräume verschwinden, wenn Grünräume verbaut werden?

Der Bezug zum Tag der Artenvielfalt war dabei bewusst gewählt. Viele Besucher blieben stehen, kamen ins Gespräch oder informierten sich direkt vor Ort über das Projekt und seine Auswirkungen.

Bodenversiegelung

Hintergrund ist die geplante Westspange Steyr: Rund vier Kilometer Straße sollen durch gewachsenen Grün- und Lebensraum führen, bei Kosten von 70 bis 80 Millionen Euro, davon rund sieben Millionen aus dem Steyrer Stadtbudget.

Die Initiative kritisiert insbesondere die Versiegelung wertvoller Böden sowie die Auswirkungen auf Tiere, Gewässer und Naherholungsräume.

Mit der Kunstaktion wollte „Da Huat brennt“ den Fokus weniger auf abstrakte Zahlen als auf konkrete Bilder, Begegnungen und Emotionen legen.

 „Da Huat brennt“ ist eine politisch unabhängige, überparteiliche und non-profit-orientierte Bürgerinitiative aus Steyr und Umgebung. Gegründet 2021, setzt sie sich für Klima- und Umweltschutz in der Region ein, mit dem dringenden Appell, die Planung und den Bau der Steyrer Westspange sofort einzustellen.


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