Laufsteg in Steyr für bedrohte Lebensräume
STEYR. Mit der Kunstaktion „Die vorletzte Modeschau der Welt“ machte die Initiative „Da Huat brennt“ anlässlich des internationalen Tags der Artenvielfalt auf ihre Anliegen aufmerksam.

Zwischen Passanten, Marktbesuchern und Stadtgeschehen entstand am Samstag (24. Mai) für zwei Stunden ein öffentlicher Raum zwischen Kunst, Irritation und politischer Frage.
Ohne klassische Bühne und ohne große Inszenierung bewegten sich die „Models“ durch den Stadtplatz: Vertreter jener Tierarten und Lebensräume, die durch die geplante Steyrer Westspange bedroht sind.
Die Aktion griff bewusst die Ästhetik einer Modeschau auf, stellte jedoch nicht Konsum, sondern die Frage in den Mittelpunkt: Welche Arten und Lebensräume verschwinden, wenn Grünräume verbaut werden?
Der Bezug zum Tag der Artenvielfalt war dabei bewusst gewählt. Viele Besucher blieben stehen, kamen ins Gespräch oder informierten sich direkt vor Ort über das Projekt und seine Auswirkungen.
Bodenversiegelung
Hintergrund ist die geplante Westspange Steyr: Rund vier Kilometer Straße sollen durch gewachsenen Grün- und Lebensraum führen, bei Kosten von 70 bis 80 Millionen Euro, davon rund sieben Millionen aus dem Steyrer Stadtbudget.
Die Initiative kritisiert insbesondere die Versiegelung wertvoller Böden sowie die Auswirkungen auf Tiere, Gewässer und Naherholungsräume.
Mit der Kunstaktion wollte „Da Huat brennt“ den Fokus weniger auf abstrakte Zahlen als auf konkrete Bilder, Begegnungen und Emotionen legen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden