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Online Redaktion, 22.07.2026 10:21

STEYR-LAND. Die SPÖ sieht in den Zahlen einer aktuellen Studie ein Zeichen für wachsenden Druck auf das Gesundheitssystem und fordert Maßnahmen.

SPÖ-Klubvorsitzende Sabine Engleitner-Neu (Foto: MecGreenie Production OG)
SPÖ-Klubvorsitzende Sabine Engleitner-Neu (Foto: MecGreenie Production OG)

Laut einer von der SPÖ präsentierten Studie des Instituts für empirische Sozialforschung (IFES) haben 72 Prozent der Befragten in den Bezirken Steyr, Steyr-Land, Kirchdorf und Gmunden im vergangenen Jahr eine private Kranken-Zusatzversicherung abgeschlossen oder für Kassenleistungen selbst bezahlt. Dazu zählen Zahnfüllungen, Impfungen und Physiotherapie. Der Wert liegt über dem Oberösterreich-Schnitt von 70 Prozent.

Die Studie zeigt auch eine höhere finanzielle Belastung für Menschen mit schlechterem Gesundheitszustand. Zudem sind 90 Prozent der Befragten der Meinung, dass Privatversicherte schneller Termine oder Operationen erhalten. 84 Prozent sehen bessere medizinische Leistungen für Privatversicherte.

SPÖ-Klubvorsitzende Sabine Engleitner-Neu spricht von einem Vertrauensverlust in das Gesundheitssystem und fordert mehr Kassenärzte, maximale Wartezeiten von einem halben Jahr für planbare Operationen sowie einen Ausbau der Gesundheitsvorsorge. Außerdem verlangt sie mehr Plätze in der Basisausbildung für Ärzte und finanzielle Anreize für Kassenverträge. Steyr-Land etwa liege in punkto Kassenärztedichte im Bezirksvergleich auf Platz 16 von 18.

ÖVP-Klubobfrau Margit Angerlehner sagt hingegen: „Oberösterreich investiert seit Jahren konsequent in den Ausbau der Gesundheitsversorgung – von Primärversorgungseinheiten über zusätzliche Ausbildungsplätze bis hin zu innovativen Versorgungsmodellen. Darüber hinaus investieren wir gezielt in moderne Großgeräte sowie in die Stärkung der notärztlichen Versorgung. Vielmehr ist die ÖGK gefordert, endlich in die Gänge zu kommen und im niedergelassenen Bereich die zugesagten Kassenarztstellen zu schaffen und offene zu besetzen.“


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