Steyrer BMW Werk stellt sich bei E-Motoren-Produktion breiter auf
STEYR. 600.000 Elektro-Antriebe will BWM in Steyr künftig pro Jahr herstellen. Jetzt werden am Standort weitere 100 Millionen Euro in eine Hightech-Produktion für Inverter-Komponenten investiert.

Bis 2029 wird in Steyr eine Fertigung für Leistungselektronik und Inverter-Komponenten aufgebaut. Das Unternehmen stärkt nach eigenen Angaben so die technologische Kompetenz des Werks, erhöht die Wertschöpfung am Standort und verankert weiteres Schlüssel-Know-how für die Elektromobilität in Österreich.
Herzstück ist ein Leistungsmodul im Inverter. Künftig verantwortet das BMW Group Werk Steyr die vorgelagerte Lieferkette und die Montage dieses zentralen und hochkomplexen Bauteils selbst.
„Mit dem Einstieg in die E-Antriebsfertigung haben wir gezeigt, dass wir in Steyr Transformation beherrschen. Durch die hauseigene Fertigung des Leistungsmoduls steigen wir nun noch tiefer in die Elektrotechnik ein und können die Komponenten wie z.B. Halbleiter flexibel auf den Weltmärkten beschaffen“, sagt Werksleiter Harald Gottsche. „Das verbessert unsere Wettbewerbsposition und verringert Abhängigkeiten in einem geopolitisch sensiblen Technologiefeld.“
Neue Verfahren
Bis zum Produktionsstart im Sommer 2029 investiert die BMW Group über 100 Millionen Euro in das Werk Steyr, unter anderem für eine neue Montagelinie in einem neuen Sauberraum und die dazugehörige Infrastruktur.
Mit der Erweiterung gehen auch neue, anspruchsvolle Fertigungsprozesse einher. So wird zum Beispiel erstmals überhaupt bei der BMW Group Großflächenlöten und Ultraschallschweißen zum Einsatz kommen, um die zehn Einzelteile des Leistungsmoduls zusammenzubauen.








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