Steyrer ÖGB-Frauen sind sauer über ungleiche Einkommen
STEYR. „Gleiche Arbeit verdient gleichen Lohn! Wir brauchen endlich Einkommenstransparenz statt Geheimniskrämerei“, sagt Marina Staudinger, ÖGB-Frauenvorsitzende in der Region Steyr.

Frauen verdienen in Steyr noch immer deutlich weniger als Männer. Der Equal Pay Day fällt heuer bereits auf den 14. Oktober in Steyr-Land und in Steyr-Stadt auf den 4. November. Der durchschnittliche Einkommensunterschied zwischen vollzeitbeschäftigten Frauen und Männern beträgt rund 20 Prozent.
Um auf diese Ungerechtigkeit aufmerksam zu machen, haben die ÖGB-Frauen in Steyr unter dem Motto „Wir sind sauer!“ eine Verteil- und Informationsaktion durchgeführt. Dabei wurden Zitronen an Beschäftigte verteilt, um auf die bestehende Einkommensschere aufmerksam zu machen und Gespräche über faire Bezahlung anzuregen.
„Wir sind sauer, weil Frauen noch immer auf faire Einkommen warten müssen. Mit unserer Zitronenaktion wollen wir zeigen, dass es höchste Zeit ist, diese Ungerechtigkeit zu beseitigen. Gleiche Arbeit verdient gleichen Lohn“, sagt Marina Staudinger, ÖGB-Frauenvorsitzende der Region Steyr.
Einkommenstransparenz umsetzen
Ein entscheidender Schlüssel für faire Einkommen sei mehr Transparenz bei Löhnen und Gehältern. Die EU-Entgelttransparenzrichtlinie soll sicherstellen, dass Beschäftigte besser nachvollziehen können, wie ihre Bezahlung zustande kommt und welche Einkommensunterschiede bei gleicher oder gleichwertiger Arbeit bestehen. Österreich hätte die Richtlinie bis zum 7. Juni 2026 umsetzen müssen. Diese Frist ist bereits verstrichen.
„Es kann nicht sein, dass die Umsetzung weiter blockiert wird. Faire Löhne und Gehälter brauchen keine Geheimniskrämerei, sondern Offenheit. Nur wenn Einkommensunterschiede sichtbar werden, können wir gezielt gegen Ungerechtigkeiten vorgehen“, so Staudinger.








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