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Neue Präsidentin Angelika Reitböck will "Freiberuflichkeit der Hausärzte verteidigen"

Susanne Winter, MA, 30.12.2019 19:37

STEYRLING. Die Ärztin für Allgemeinmedizin und Fachärztin für Dermatologie Angelika Reitböck aus Steyrling ist die neue Präsidentin des Österreichischen Hausärzteverbands. Tips sprach mit ihr über die neue Aufgabe und ihre Ziele.

Die neue Präsidentin des Österreichischen Hausärzteverbands Angelika Reitböck mit ihrem Vorgänger Wolfgang Werner bei der Wahlübergabe, Foto: Anita Karlas-Pichler

Tips:Warum haben Sie sich für diese Funktion bereit erklärt?

Angelika Reitböck: Weil ich der Meinung bin, dass es wichtig ist, sich einzubringen. Das Hausarztmodell ist und bleibt die effektivste Form der medizinischen Basisversorgung. Gleichzeitig steht diese Versorgung im Vergleich zu den meisten Ländern der Welt auf einem sehr hohen Niveau und es wäre sehr schade, wenn wir diese hervorragende Situation durch sehr viel schlechtere Alternativen ersetzen würden.

Tips:Was sind Ihre Ziele als Präsidentin des Österreichischen Hausärzteverbands?

Reitböck: Zum einen die unbedingte Verteidigung der Freiberuflichkeit unseres Berufsstandes. Weiters die Bekämpfung des Zwangskorsetts, das in Form unzähliger Vorschriften, Geboten und Verboten in immer enger werdender Art und Weise um uns gelegt wird. Die einzige Freiheit, die uns ansonsten in Zukunft noch überbleiben würde, wäre die Freiheit, unbegrenzt arbeiten zu dürfen.

Tips:Was kann Ihrer Meinung nach gegen den Hausärztemangel unternommen werden?

Reitböck: Ich setze mich für eine langfristige Angleichung der Einkommenssituation der Hausärzte an die der Fachärzte ein. Zudem ist eine Intensivierung der Image-Pflege des Hausarztberufes nötig. Weiters lege ich ein verstärktes Augenmerk auf die Stimulierung des Interesses der Medizinstudenten, den Hausarztberuf zu ergreifen.


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