Steine sind seine große Leidenschaft
TERNBERG. 2013 eröffnete Adolf Aichinger sein Mineralien- und Fossilienmuseum in Dürnbach. Nun hat der 81-Jährige sein erstes Buch präsentiert.

1966 verschlug es den gelernten Maurer aus Michaelnbach bei Grieskirchen ins Ennstal. „Die Natur und die Geschichte der Menschheit haben mich schon immer interessiert“, erzählt der 81-Jährige. Seine große Leidenschaft für Steine begann vor 20 Jahren. „Ich besuchte einen Diavortrag des Mineralienvereins Steyr. Dieser bekräftigte meinen Entschluss, mich nun intensiver mit dieser interessanten Materie zu beschäftigen“, sagt Aichinger.
Flyschzone beleuchtet
Beim Marktfest in Ternberg präsentierte der Pensionist kürzlich sein Buch „Die Flyschzone im Ennstal und Steyrtal“. „Der Name Flysch stammt aus der Schweiz und bedeutet fließen“, erklärt der Autor. Die Flyschzone hat ein Alter von 45 bis 140 Millionen Jahren und reicht vom Wienerwald bis ins Rheingebiet der Schweiz. Im Ennstal beginnt die Zone im Bäckengraben bei der Tankstelle Kopf.
Sandstein aus Dürnbach
In seinem Buch beschreibt Aichinger unter anderem den stillgelegten Sandsteinbruch in Dürnbach. Dieser befand sich beim Bauernhaus der Familie Blasl mit dem Hausnamen „Steinmassl“. Vom 15. bis zum 18. Jahrhundert wurde dort Sandstein abgebaut. „Daraus wurden herrliche Tür- und Fensterumrahmungen und vieles mehr hergestellt“, weiß Aichinger, der sein Buch mit 44 Seiten mit vielen Fotos ausgestattet hat.
Immer auf der Suche
Auch mit 81 Jahren macht sich der Dürnbacher immer noch auf die Suche nach Mineralien und Fossilien. „Solange das Wetter wohlgesonnen ist, bin ich unterwegs. Wenn sich der Winter ansagt, gilt es, die Funde aufzuarbeiten und zu präparieren“, so Aichinger. „Das ganze Jahr ist erfüllt von interessanter Arbeit. Eigenfunde bedeuten mir viel mehr als gekaufte Steine. Jeder Stein schreibt seine eigene, interessante Geschichte.“


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