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TRAGWEIN. Eine kräftige Stärkung der Nahversorgung und zugleich einen zeitgemäßen architektonischen Akzent bedeutet die Ortskernerweiterung. Die zum Teil bereits bezogenen Geschäftsflächen sowie die Büro- und Wohnflächen wären ohne Investor aus Gemeindemitteln nicht finanzierbar gewesen.

Hohe Lebensqualität und gute Nahversorgung machen Tragwein zur beliebten Wohngemeinde für Jung und Alt. Foto: Karl Schmalzer

Der Sparmarkt und die Bäckerei und Konditorei Thurner haben bereits geöffnet, die Blumenstube der Gärtnerei Petermandl wird folgen. „Derzeit sind noch Büroflächen frei. Die 22 Eigentumswohnungen, von denen alle verkauft sind, können Ende des Jahres übergeben werden“, berichtet Bürgermeister Josef Naderer (VP) von einer sehr guten Zusammenarbeit mit Investor Singer Bau bzw. Regnis Immobilien GmbH.

Wohnen im Ortszentrum

 “Diese hat eine sehr positive Entwicklung des Ortes ermöglicht. Die Einkaufsmöglichkeiten sind vom Ort aus gut zu Fuß erreichbar, der Sparmarkt ist sogar weiter ans Zentrum gerückt. „ Im Anschluss an die Eigentumswohnungen wird die Genossenschaft Lebensräume einen Komplex mit Mietwohnungen errichten. Die Zukunft des Ortszentrums selbst sieht Naderer eher in der Nutzung als Wohngebiet. „Die Strukturen für zeitgemäße Gewerbeunternehmen sind im Ort nicht mehr gegeben, auch die behördlichen Auflagen sind schwer zu erfüllen“, weiß der Bürgermeister.

Seniorenheimpläne aufgeschoben

Auf der Stelle tritt Tragwein hingegen, was das Seniorenheim betrifft. „Wir halten seit mehr als 15 Jahren die Fläche dafür mitten im Ort frei, leider dehnt die Politik den Zeitrahmen für den zugesagten Baubeginn immer weiter aus, derzeit werden keine neuen Heimplätze genehmigt“, sagt Josef Naderer. Nach wie vor sei die Diakonie ein kompetenter Partner für das Vorhaben, das nun eine neue Standortbestimmung erfordert. „Die Nachfrage nach Altenheimplätzen steigt wieder, auch durch die Abschaffung des Pflegeregresses. Und ein Altenheim, noch dazu in zentraler Lage, gehört einfach in unser Gesamtkonzept der Ortskernerweiterung dazu, wir brauchen eine Einrichtung für unsere ältere Generation“, verweist das Gemeindeoberhaupt auf die demografische Entwicklung.

Bedarf an Kinderbetreuung steigt

Für Tragwein gibt es aber nicht nur bei den Senioren, sondern auch in der Kinderbetreuung anstehende Herausforderungen. Das Premierenjahr hat die Krabbelstube gemeinsam mit Bad Zell gut hinter sich gebracht. „Derzeit werden viele Baugründe bebaut, der Bedarf an Betreuungsplätzen steigt durch den Nachwuchs der Jungfamilien in der Krabbelstube ebenso wie im Hort“, weiß Naderer. Ein Neubau steht ebenso zur Diskussion wie die Nutzung von leerstehenden Räumlichkeiten im Ortszentrum.


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