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Das Bezirksaltenheim St. Dionysen verfügt über 125 Plätze, wozu auch ein Kompetenzzentrum für Demenzkranke gehört. Um Betroffene besser zu unterstützen, ging das Bezirksaltenheim eine Kooperation mit der Gartenbauschule Ritzlhof ein.

Die Schüler der Abschlussklasse Ritzlhof beim Vermessen des Gartens.
  1 / 3   Die Schüler der Abschlussklasse Ritzlhof beim Vermessen des Gartens.

Demenzerkrankte leiden unter anderem an Sprachstörungen sowie an zeitlichem und örtlichem Orientierungsverlust. Die Gegenwart gerät schnell in Vergessenheit, während Erinnerungen aus der Vergangenheit aufleben. Hinzu kommen das Sturzrisiko und Fluchttendenzen. „Die kognitiven und physiologischen Fähigkeiten gehen verloren, nicht aber die Gefühle“, sagt Heimleiter Martin Brazda. An dieser Stelle kommen der Garten des Altenheims und die 4. Klasse der Gartenbauschule Ritzlhof ins Spiel. Aufgabe der Schüler ist es, den Garten so zu gestalten, dass er Demenzkranken Orientierung gibt und ein Gefühl der Sicherheit vermittelt. So könnten beispielsweise duftende Blumen die Betroffenen an den eigenen Garten erinnern.

Fertigstellung im November

„Im Frühling erfolgt die Planung durch die Schüler, die sich auf Gartengestaltung spezialisiert haben“, sagt Wolfgang Eder, Lehrer für Garten- und Landschaftsbau. Eine Fremdfirma wird im Sommer die maschinellen Arbeiten erledigen. Im Herbst werden dann die Gärtner und Floristen unter den Ritzlhof-Schülern mit der Begrünung und Bepflanzung den Garten bis heuer im November voll­enden. Eine große Rolle spielt für Brazda auch der soziale Aspekt des gemeinsamen Projekts: „Demenz ist ein großes Thema in der Gesellschaft und daher ist es wichtig, es den Schülern näher zu bringen.“


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