City-Bus lässt Wogen hochgehen
TRAUN. Die Neuausrichtung des Citybus-Verkehrs in Traun sorgt für Diskussionen in der Stadtpolitik. Bürgermeister Rudolf Scharinger (SPÖ) revidiert die Vorwürfe der VP-Fraktion.

von ELISABETH ZEILINGER
Das neue System, das offiziell seit Dezember 2017 zum Einsatz kommt, bezeichnet die Trauner ÖVP als „nicht benutzerfreundlich“ und als „echte Verschlechterung“. So werden die nicht zentral eingerichteten Umstiegstellen, das Nichtanfahren des Trauner Altenheimes und der Trauner Kreuzung, letztere als mögliche Umstiegstelle zur Straßenbahn, kritisiert.
Haferstraße „zu eng“
„Vor allem die Verwendung von derartig großen Bussen ist nicht nachvollziehbar. Zum Beispiel in der Haferstraße – dort müssen die Fahrer eine sechsminütige Pause einhalten. Die Fahrbahn ist dort aber so eng, dass kein weiteres Fahrzeug vorbei kann und warten muss, bis die Wartezeit des Busses abgelaufen ist“, teilt VP-Gemeinderat Wolfgang Weitmann mit.
Stadt Traun weist Vorwürfe zurück
Die Vorwürfe, was die Haferstraße betrifft, weist die Stadt Traun einer gegenüber Tips vorliegenden Stellungnahme klar zurück: „Die Aufstellfläche des City-Busses befindet sich während der Wartezeit am Fahrbahnrand nördlich der Fahrgastfläche und nicht im Haltestellenbereich. Somit ist dort ausreichend Platz für vorbeifahrende Fahrzeuge“, heißt es. Auch die gewählte Buskategorie wird verteidigt: Die Größe der Busse sei für den Stadtverkehr üblich, da sie weniger fehleranfällig sei.
„Diese Entscheidung wurde in Absprache mit dem OÖVV getroffen. Zudem werden die Schüler- und Lehrlingsfreifahrten und das Jugendticket-Netz anerkannt. Ein weiteres großes Plus bieten diese Busse deshalb, da es ausreichend Platz für Kinderwägen, Rollstuhlfahrer und Gehhilfen gibt“, heißt es in der Stellungnahme weiter.
„Beobachtungszeitraum abwarten“
Nach einem Beobachtungszeitraum von etwa einem halben Jahr wird evaluiert und bei Bedarf werden Verbesserungsmaßnahmen vorgenommen. „Ich würde mir wünschen, dass auch die ÖVP-Fraktion den Beobachtungszeitraum abwartet und nicht gleich schwarz malt. Anregungen und Ideen können jederzeit gerne eingebracht werden. Anschließend werden wir gemeinsam eine gute Lösung finden“, beruhigt Bürgermeister Rudolf Scharinger.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden