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TRAUNKIRCHEN. Beim Fest für die Archäologie präsentieren Kerstin Kowarik und Hans Reschreiter vom Naturhistorischen Museum in Wien spannende Erkenntnisse zum „Salzboom“ der Bronze- und Eisenzeit im heutigen Salzkammergut.

So könnte der bronzezeitliche Salzabbau, ausgehend von den bisherigen Forschungsergebnissen, ausgesehen haben. Foto: Naturhistorisches Museum Wien

Seit der Jungsteinzeit wird im Salzkammergut Salz abgebaut. Im Hallstätter Bergwerk wurde infolge außergewöhnlicher Erhaltungsbedingungen alles perfekt konserviert, was die Bergleute vor Jahrtausenden zurückgelassen haben: Arbeitsgeräte aus Holz, Bast, Fell und Leder, Textilien, Speisereste und Exkremente. Um aus diesen Betriebsabfällen - und aus dem reichen Gräberfeld im Hochtal - die Lebenswelt der Bergleute rekonstruieren zu können, bedarf es einer „anderen“ Archäologie mit neuen wissenschaftlichen Methoden und digitalen Vermittlungstechniken, die die einmalige Geschichte dieser ältesten Kultur- und Industrielandschaft der Welt sichtbar machen können.

Salz-Handelszentrum Traunkirchen

Beim Fest für die Archäologie am  Freitag, 15. November, im Klostersaal Traunkirchen präsentieren Dr. Kerstin Kowarik und Mag. Hans Reschreiter vom Naturhistorischen Museum in Wien die neuesten Forschungsergebnisse aus Hallstatt und seinem Umfeld und geben spannende Einblicke in Produktion und Verteilung des Salzes.

Anteil am „Salzboom“ der Bronze- und Eisenzeit und damit am Reichtum des Bergbauzentrums hatten auch die Gesellschaften im näheren und weiteren Umfeld Hallstatts. Insbesondere Traunkirchen spielte als Handelszentrum und vorgeschobene Kontrollstation bei der Versorgung der Bergleute mit Nahrungs- und Betriebsmittel eine wichtige Rolle.

Für die musikalische Umrahmung des Festes, das heuer wieder in Zusammenarbeit von ARCHEKULT mit der Internationalen Akademie Traunkirchen durchgeführt wird, sorgt Jona Pesendorfer mit seiner Harfe; den Abschluss bildet ein gemütlicher Ausklang bei Wein und Brötchen. Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei, Beginn: 19 Uhr.


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