Neues Forstbildungszentrum wird um 35 Millionen Euro in Traunkirchen errichtet
Traunkirchen. Auf einer Fläche von rund 1,5 Hektar werden die Forstliche Ausbildungsstätte Ort und Forstfachschule Waidhofen/Ybbs zu einem neuen Kompetenzzentrum für die Forstwirtschaft.

Nach Jahren des Stillstandes, Verhandlungen und Gesprächen war es in der Vorwoche soweit: Der offizielle Spatenstich zur Errichtung am Areal des ehemaligen LKH Buchberg ist erfolgt. „Wenn Glaube Berge versetzt, dann ist hier eine Achttausender versetzt worden“, beschreibt Brucker Wohnbau-Obmann Helmut Krammer die Entwicklungsgeschichte des Projektes.
Wissen über „Wald, Wasser, Naturgefahren“
Ab 2018 bildet der Campus in Traunkirchen jährlich rund 120 Schülerinnen und Schüler sowie rund 8.000 Kursteilnehmer aus. Ein neuer Forschungsschwerpunkt zum Thema „Wald, Wasser, Naturgefahren“ wird ebenfalls eingerichtet.
565 Räume für Verwaltung, Schule und Heim
Insgesamt werden 35 Millionen Euro in das Forstliche Bildungszentrum (FBZ) investiert. Verwaltung (im denkmalgeschützten Altteil), Schule und Heim werden insgesamt 565 Räume umfassen. 18 Klassenzimmer und Seminarräume, ein Speisesaal mit 128 Sitzplätzen und sogar eine Schießstätte wird der Komplex beinhalten.
Beim Bau stehen das Prinzip der Nachhaltigkeit und der Rohstoff Holz im Vordergrund. Für das klima.aktiv Abzeichen „Gold“ werden sämtliche Bedingungen erfüllt. „Mit dem neuen Kompetenzzentrum können wir Aus- und Weiterbildung effektiv verbinden und innovative Lösungsansätze für die nachhaltige Bewirtschaftung des Waldes entwickeln“, sagt Minister Andrä Rupprechter. Das FBZ schaffe und sichere zahlreiche Arbeitsplätze in der Gemeinde und der gesamten Region.
Schragl: „Damit beginnt Aufschwung für Traunkirchen“
„Mit dem BFZ wird der Grundstein für eine gute Entwicklung der Gemeinde gesetzt. Damit beginnt der Aufschwung für Traunkirchen“, ist VP-Bürgermeister Christoph Schragl überzeugt. In dieselbe Kerbe schlug auch Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger (ÖVP): „Traunkirchen entwickelt sich mit diesem Kompetenzzentrum europaweit zu einer Forschungsdrehscheibe für Experten der Forstwirtschaft. Damit wirkt man dem Brain-Drain und der Landflucht bewusst entgegen und bleibt in einer Region, in der Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten optimal und praxisnah gelebt und umgesetzt werden können.“
Nicht nur Schul-, auch Wohngebiet
Schon eine Woche zuvor war der Spatenstich für zwei Wohnanlagen (25 seniorengerechte Wohnungen und 35 Mietkaufwohnungen) erfolgt. Am Areal soll außerdem noch eine Reihenhaus-Anlage entstehen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden