Mexikanisches Ehepaar will sich in Treubacher Gemeinschaft integrieren
TREUBACH. Vor zwei Jahren entschieden sich Daniela und Juan Pablo Rodriguez dazu, ihre Heimat in Mexiko City hinter sich zu lassen und nach Österreich zu ziehen. Heute lebt das Ehepaar in Treubach und will Anschluss in der Gemeinde finden.

Im Februar 2017 bekam Treubach mit Daniela und Juan Pablo Rodriguez zwei neue Einwohner. Die beiden stammen aus Mexiko City und entschieden sich dazu, nach ihrer Hochzeit ein neues Leben in Österreich zu beginnen. „Unsere Heimat zu verlassen war nicht schwer. Es ist so schön ruhig hier und wir sind fasziniert davon, wie sich die Menschen um die Umwelt kümmern“, sagt Daniela.Den Alltag betreffend brachte der Umzug große Umstellungen mit sich. Während in Mexiko City 20 Millionen Menschen wohnen und die Luftverschmutzung ein großes Thema ist, genießen die beiden ihr neues Zuhause in Treubach.
Mexikaner genießen die Vorzüge von Treubach
„Von Treubach aus ist alles so nahe und schnell erreichbar. Man ist in kurzer Zeit in Braunau, Mattighofen oder Ried. Auch der Flughafen in München ist nicht weit weg, damit wir auf Reisen gehen und Europa erkunden können“, freut sich Daniela. Ihre Freizeit verbringt das Ehepaar meistens an der frischen Luft. „Die Landschaft ist wunderschön und wir machen gerne Ausflüge mit dem Rad, zum Beispiel zum Badesee in Mining. Außerdem ist es toll, dass es in Treubach einen Modellflugplatz gibt“, erzählt Juan Pablo. Daniela hingegen verbringt ihre Zeit gerne in einem der Fitnessstudios, die es in der Gemeinde gibt.
Arbeitsalltag in drei verschiedenen Sprachen
Im Jahr 2004 begann Juan Pablo, in Mexiko City für ein Mattighofener Unternehmen zu arbeiten. Im Kundendienst kletterte er die Karriereleiter nach oben und war zuerst nur für die Stadt zuständig, später für das Land Mexiko und schlussendlich für ganz Lateinamerika. „Bei meiner Arbeit in Mattighofen schreibe ich die E-Mails auf Englisch, Besprechungen sind auf Deutsch und wenn ich telefoniere, um Probleme in Lateinamerika zu lösen, rede ich Spanisch“, erzählt Juan Pablo.
Ehepaar besucht Deutschkurse
Da die beiden nach ihrer Hochzeit direkt nach Österreich zogen, blieb in ihrer Heimatstadt keine Zeit, um sich auf die neue Sprache vorzubereiten. Außerdem werden deutsche Sprachkurse meistens nur an privaten Schulen und nicht in öffentlichen Sprachzentren angeboten. Juan Pablo lernt schon zwei Jahre Deutsch und besucht derzeit einen Kurs an der Volkshochschule. In Mexiko City hat Daniela im Marketing-Bereich gearbeitet und ist momentan auf Arbeitssuche. In der Zwischenzeit will sie mit zwei Kursen die deutsche Sprache so schnell wie möglich lernen. „Ich übe mit schwedischen und kolumbianischen Freunden, meinem Lehrer in Altheim und ich versuche, jeden Tag die Zeitungen zu lesen“, erzählt Daniela.
Wunsch nach Integration
Mit ihren Nachbarn hat sich das mexikanische Ehepaar schon angefreundet. Eine große Kommunikationsbarriere bleibt aber der Dialekt, der den beiden das Gespräche führen erschwert „Wir wünschen uns nichts mehr, als Anschluss zu finden. Ich will Deutsch sprechen und eine Arbeit finden, in der ich die Sprache noch besser lerne. Dann ist es leichter, dass wir uns integrieren können“, meint Daniela.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden