Hvinur von Oed und die Bierkrug-Schaunummer
ULRICHSBERG. Sie sind charakterstark, robust und ihr Winterfell und dichtes Langhaar schützt sie auch bei Minusgraden vor Kälte, Wind und Nässe. Wirklich einzigartig macht die Islandpferde aber ihre spezielle Gangart - der Tölt. Wie erschütterungsfrei man Runde um Runde auf dem Reitplatz drehen kann, zeigte Islandpferd-Besitzerin Barbara Fischer bei einem Reiterfest in Bayern auf.

„Im Gegensatz zu Trab oder Galopp hat der Tölt keine Schwebephase, sondern ist eine gelaufene Gangart. Der Reiter sitzt fast erschütterungslos auf einem locker schwingenden Rücken“, erklärt die Ulrichsbergerin näher. Beim Herbstreiterfest in Kasberg in Bayern zeigte sie dies auch anschaulich vor: Mit dem Bierkrug in der Hand töltete sie mit ihrem Hvinur von Oed auf dem Reitplatz, ohne nur einen Tropfen zu verschütten. Die Tempovarianz ist abhängig von der Gangveranlagung und Ausbildung des Kleinpferdes und liegt zwischen Schritt- und Galopptempo.
Einfuhrverbot auf der Insel
Hvinur ist Barbara Fischers „Wirbelsturm“ - das bedeutet sein Name. „Alle Islandpferde tragen isländische Namen. Bei jedem reinrassigen Islandpferd kann die Abstammung bis ins Mutterland zurückverfolgt werden“, erzählt Fischer. Hat ein Islandpferd die Insel verlassen, darf es nie wieder zurück. Denn aus Schutz vor Krankheiten wurde vor 1000 Jahren ein Einfuhrverbot erlassen. Selbst isländische Sportreiter, die außerhalb der Insel mit ihren Pferden an Wettbewerben teilnehmen, dürfen ihre Pferde nicht mehr in ihre Heimat mitnehmen.


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