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Special Olympics: Begeisterung und neue Freunde sind für Boccia-Team wichtiger als Medaillen

Mag. Claudia Greindl, 15.06.2018 11:53

FREISTADT/VÖCKLABRUCK. Vier Tage lang wehte die Flagge von Special Olympics über der Bezirksstadt an der Vöckla. Knapp 1500 Athleten kämpften in 18 Sportarten um die Medaillen. Hautnah dabei: das Boccia-Team der Lebenshilfe Freistadt. Für Medaillen hat es zwar nicht gereicht, doch die Begeisterung, die neuen Freundschaften und das Gemeinschaftserlebnis machen die Sommerspiele unvergesslich für Sportler und Betreuer.

  1 / 9   Gisela Solberger, Jakob Kreindl, Manfred Rudelsdorfer und Benjamin Pilz (v. l.) sind zurecht stolz auf ihre Leistungen bei den Special Olympics in Vöcklabruck. Foto: Popaschnig

368 Sportlerinnen und Sportler aus ganz Oberösterreich stellten sich der großen Herausforderung. 10.000 Zuschauer jubelten ihnen am Eröffnungsabend und beim grandiosen Finale zu. Die größten Spiele von Special Olympics Österreich haben überall einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Am meisten natürlich bei den Teilnehmern von Österreichs größter Sportveranstaltung für Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung.

Platz 4 und zweimal Platz 6

Das sechsköpfige Freistädter Boccia-Team erreichte mit der Mannschaft Platz 4 unter den stärksten Gruppen, im Doppel gab es jeweils einen sechsten Platz für Jakob Kreindl (24) aus Unterweißenbach und Benjamin Pilz (27) aus Lasberg sowie Gisela Solberger (55) aus Waldburg und Manfred Rudelsdorfer (55) aus Freistadt.

Gut für die Persönlichkeit

„Für uns als Betreuer und natürlich besonders für die Sportler waren diese Sommerspiele ein einmaliges Erlebnis“, schwärmt Trainer und Lebenshilfe-Betreuer Gottfried Alberndorfer. Auch zur Persönlichkeitsentwicklung seiner Schützlinge hätten die Wettkämpfe wesentlich beigetragen. „Der Jakob war Teamkapitän und ist voll in seiner Rolle aufgegangen. Unsere Athleten haben genau das eingehalten, was wir zuvor trainiert haben“, freut sich Alberndorfer. Ein ganzer Bus voller Schlachtenbummler hatte das Boccia-Team begleitet und die Athleten entsprechend lautstark angefeuert.

Anstrengend, aber es hat sich gelohnt

Kein Wunder, das die Platzierungen dann gefeiert wurden, als wäre es der Sieg gewesen. „Ich bin froh über unsere vierten und sechsten Plätze, mir hat es bei den nationalen Sommerspielen sehr getaugt“, sagt Jakob Kreindl im Tips-Gespräch. „Besonders schön war es, so viele Menschen kennenzulernen. Es war zwar anstrengend, aber ich würde wieder mittun“, ist der Unterweißenbacher überzeugt. Alle Ergebnislisten und zahlreiche Bilder von den Bewerben und den Siegerehrungen sind auf www.brueckenbauen2018 abrufbar.


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