Ethische und praktische Aspekte der modernen Medizin bei VCU-Veranstaltung in Wien

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Marion Kreßin, Leserartikel, 26.06.2018 15:54 Uhr

In der medizintechnischen Industrie veranlassen bemerkenswerte Fortschritte dazu, das Gleichgewicht zwischen dem tatsächlich Vertretbaren und Möglichkeiten abzuwägen und dementsprechend zu handeln.  Vor 20 Jahren noch unvorstellbare, inzwischen jedoch extreme Fortschritte wurden alltäglich. In der Hinsicht stellt sich die Frage, ob das Mögliche auch wünschenswert ist. 

Bei einem öffentlichen VCU-Anlass in Wien referierte der bekannteste schweizer Herzchirurg, Prof. Dr. med., Dr. h. c. Thierry Carrel. Er sprach über die Innovationen der Medizin, den entsprechenden Auswirkungen und Grenzen und leitete über zum Grat zwischen Ökonomie und Ethik. Er wies darauf hin, daß jeder, die Gesellschaft sowie die Mediziner, sich mit den Grenzen der modernen Medizin auseinandersetzen müssen. 

Den steigenden Versorgungsbedarf erklärte Carrel damit, daß die Lebenserwartung stets wachse. Heute kann noch niemand eine Vorstellung davon haben, welche Entwicklungsschritte in der Zukunft gemacht werden könnten. Bereits jetzt gäbe es einen unbegrenzten Fortschritt. Auch wenn dies alles positiv erscheinen mag, wies er aber auch darauf hin, die negativen Aspekte nicht außer Acht zu lassen. Er nannte als Beispiel, welche Behandlung welchem Patient zusteht und wie diese finanziert wird. 

Bei Krankenhäusern, die auf eine effiziente Behandlung der Patienten ausgerichtet sind, ist der Kranke weniger als Individuum zu sehen, sondern eher als Kunde. Eine gerechte Ressourcenverteilung im Gesundheitssystem gehört daher zu den bedeutenden Herausforderungen der Medizin.  Die Aufgabe, Konzepte für die optimale Aufteilung und Nutzung von Gesundheitsgütern zu erstellen, obliegt der Medizin-Ökonomie. Dazu gehört auch zu erkennen, wo die Grenzen sein müssen und was erlaubt ist. 

Auch gerade im Bereich der Schönheitschirurgie, in dem, in vergangenen Jahren enorme Fortschritte erzielt wurden, muß Mögliches, Nötiges und ethisch Vertretbares stets hinterfragt werden. Bei zum Beispiel einer Brustvergrößerung ist so einiges möglich geworden. Aber auch im Bereich neuer Therapiemöglichkeiten, beispielsweise mittels CBD, mehr zum Thema CBD auf www.cbdkaufen.com, ist das Spital führend in der Schweiz. Was sollte wirklich gemacht und was kann getan werden, um nicht nur aus einer Laune heraus sondern auf Dauer den Patienten zufrieden zu stellen. 

Die Medikation sollte auf den Patienten explizit abgestimmt werden, da jeder anders auf verschiedene Medikamente reagiert. Es nutzt somit nichts, zu experimentieren, wenn dadurch Respekt, Fairness und Verantwortung nicht berücksichtigt werden. Es wurden zwar in der stattgefundenen Diskussion bei weitem nicht alle Fragen beantwortet, aber ein Ziel wurde erreicht: Sensibilisierung dieses Themas.

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