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REICHENAU. Die Vorbereitungen für die diesjährigen Burgfestspiele laufen bereits auf Hochtouren. Das Wunder von Wörgl feiert mit Regisseurin Doris Harder am 14. Juli Premiere, das Kinderstück Heidi wird am 19. Juli um 19 Uhr Premiere feiern.

Die Proben für "Das Wunder von Wörgl" laufen auf Hochtouren. (Foto: Franz Hochreiter)
  1 / 2   Die Proben für "Das Wunder von Wörgl" laufen auf Hochtouren. (Foto: Franz Hochreiter)

Die in Wien lebende Doris Harder über „ihr“ Stück „Das Wunder von Wörgl“: Das „Wunder“, wie es genannt wird, ist zweifältig: Erstens war es ein Wunder, dass das Experiment mit Regionalgeld und der wirtschaftliche Aufschwung in Wörgl überhaupt stattfand - für zirka 15 Monate. Zweitens war es ein größeres Wunder, dass der Zusammenhalt der Wörgler Bevölkerung durch alle politischen Lager ging. Die menschlichen Komponenten Vertrauen, Solidarität, Fantasie, Unternehmungs- und Umsetzungswille siegten für 15 Monate wohl auch, weil die Not immens war und es nichts mehr zu verlieren gab. Die Geschichte, verfilmt mit Karl Markovics, erinnert uns daran, dass im Menschen das Potential steckt, Unmögliches möglich zu machen.

“Wir sind in der Lage etwas Großes und Schönes zu schaffen, allen Horrormeldungen über die Schlechtigkeit der Menschen zum Trotz. Deswegen ist es uns wichtig, dass es nicht eine Geschichte aus der Vergangenheit bleibt: Hier und Heute beschäftigen uns dieselben Themen und Fragen: Wie funktionieren Geld und Wirtschaft? Längst gibt es ganz andere Modelle. Wieso setzen wir sie nicht um? Können wir uns organisieren, gut leben, ohne dass andere Lebewesen auf der Strecke bleiben? Woher die Kraft nehmen sich einzusetzen für etwas, das wir als machbar und notwendig erkannt haben, wenn uns Widerstand so stark entgegentritt?“, sagt die Regisseurin. Bühne und Kostüme sind ein Mix aus Damals und Heute. Wie im Expressionismus ist Reduktion das oberste Gebot. Die Idee ist wichtiger als das Dekor: Einfachheit und der Appell zur Veränderung: „Gemeinsam schaffen wir das.“


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