Pendlerabzocke – ÖAMTC Direktor fordert Lösungen vor Gebühren
URFAHR-UMGEBUNG/LINZ. Ein Pendler, der 250 Tage im Jahr in am Linzer Jahrmarktgelände parken muss, wird bei einer Einführung einer Gebühr von drei Euro pro Tag 750 Euro im Jahr zur Sanierung des Linzer Budgets beitragen. Eine Tatsache, die nicht ohne Kritik hingenommen wird.

Josef Thurnhofer, Landesdirektor des ÖAMTC Oberösterreich: „Anreisende aus dem Westen können in der Park&Ride Anlage in Wien-Hütteldorf für 3,40 Euro pro Tag in einem Parkhochhaus abstellen und direkt in die U-Bahn einsteigen. Wenn nun das Jahrmarktgelände in Urfahr mit drei Euro pro Tag – ein sehr hoher Tarif im Vergleich zur P&R Anlage in Wien – vergebührt werden soll, dann ist das keine Maßnahme zur Entlastung des Linzer Verkehrsproblems, sondern eine 'bessere Verwertung' des sicherlich wertvollen Innenstadtgrundstücks auf Kosten der Pendler. Die Pendler werden dadurch ganzjährig - und damit nicht nur zu Jahrmarktzeiten – auf noch gebührenfreie Wohngebiete ausweichen.“
Lösungen vor Gebühren
Thurhofer weiter: „Dass die Pendler am Linzer Arbeitsmarkt gebraucht werden, ist wohl unbestritten. Ihr Einkommen wird nun durch die Parkgebühr zusätzlich geschmälert, ohne dadurch eine Verbesserung der Verkehrssituation zu bekommen. Park&Ride Plätze an geeigneten Einstiegsplätzen am Stadtrand sollten daher angeboten werden, bevor die Stadt eine Vergebührung oder eine andere Verwendung am Urfahrmarkgelände überlegt.“


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