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BEZIRK URFAHR-UMGEBUNG. Die massive Steigerung von Mountainbikern und der Versuch, diese auf markierten Wegen zu kanalisieren, veranlasste die Region Sterngartl-Gusental ein Leader-Projekt in die Hände zu nehmen und auszuarbeiten. 

Karin Kampelmüller (Leader-Obfrau Region Sterngartl Gusental), Georg Fröhlich (Mountainbike Guide),Michael Pillwax (Obmann Reitwegregion Mühlviertler Sterngartl), Franz Schwarzenberger (Dienststellenleiter Landwirtschaftskammer Linz & Urfahr), Oberforstrat Gerhard Aschauer (Leiter des Forstes der Bezirkshauptmannschaft Urfahr Umgebung), Martina Birngruber (Leader-Geschäftsführerin) (v.l.) Foto: Michael Enzenhofer

Leader-Obfrau Karin Kampelmüller: „Alle Gemeinden der Region Sterngartl Gusental tragen das umfassende Regionsprojekt inhaltlich und finanziell mit und arbeiten intensiv an der Routenführung vor Ort“. Da die Region mit einer Vielzahl an öffentlichen Wegen ausgestattet ist, die sich perfekt für das Mountainbiken nutzen lassen, sind private Gestattungsverträge rar. Auch weite öffentliche Teile des Reitwegenetzes werden miteinbezogen. Die Grundkonzeption stammt von Erwin Schabes, der schon das Reitwegenetz etabliert hat und selbst leidenschaftlicher Mountainbiker ist. Der Obmann des Reitvereins, Michael Pillwax, weiß die Synergie zu schätzen: „Eine Mehrfachnutzung der Wege durch Sportarten wie Reiten, Mountainbiken und Wandern wird europäisch forciert.“ Auch rechtlich wurde die Mehrfachnutzung vom OÖ Tourismus untermauert.

Fairplay-Regeln gemeinsam entwickeln

 “Dieses Projekt lässt sich aber nicht umsetzen, sofern nicht Vertreter der Jagd, Forst, Landwirtschaft, Radprofis und aus dem Tourismus mit an Bord sind. Darum wurde eine Steuerungsgruppe eingerichtet, die sich um die spezifischen Belange wie Fairplay-Regeln auseinandersetzt,“ sagt Leader-Geschäftsführerin Martina Birngruber. Gerhard Aschauer, Leiter des Forstdienstes der Bezirkshauptmannschaft UU, betont: „Wichtig ist die Kanalisierung der Mountainbiker auf beschilderten Wegen. Abseits von öffentlichen Wegen im Wald ist das Befahren nur mit Zustimmung des Waldeigentümers erlaubt. Die Mountainbiker können davon ausgehen, dass auf beschilderten Routen die notwendigen Zustimmungen vorliegen.“

Steuerungsgruppe will alle Interessen wahrnehmen

Bezirksjägermeister Franz Burner will vor allem eines: „Der Jagd sind klare Regeln wichtig, zum Beispiel dass während der Dämmerung nicht gefahren wird.“ Auch von der Landwirtschaftskammer werden klare Signale gesetzt, dazu Franz Schwarzenberger: „Zusammen mit dem OÖ Tourismus arbeiteten wir Gestattungsverträge aus, die die Interessen der Grundstücksbesitzer bestmöglich berücksichtigen.“ Die Steuerungsgruppe nimmt somit die Interessen alle Beteiligten in der Region wahr.

900 Kilometer Tourenvariationen 

Das Ergebnis ist eines der größten Mountainbikenetze in Oberösterreich mit mehr als 900 Kilometer an möglichen Tourenvariationen, was einen großen Mehrwert und hohe Wertschöpfung für die Region mit sich bringt. Der Mountainbike Guide Georg Fröhlich freut sich auf etablierte Strecken zwischen Linz und Südböhmen, die bald offiziell genutzt werden dürfen. Das Mammutprojekt soll noch dieses Jahr eröffnet werden.


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