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URFAHR-UMGEBUNG. Zahlreiche Gemeinde in Urfahr-Umgebung werden vom Wasserverband Fernwasserversorgung Mühlviertel mit Trinkwasser versorgt. Geschäftsführer Wolfgang Aichberger blickt auf ein nicht ganz einfache Saison zurück.
 

Trinkwasser wird immer kostbarer. Foto: Wodicka
Trinkwasser wird immer kostbarer. Foto: Wodicka

Tips: Der Sommer 2018 war einer der heißesten und trockensten der Messegeschichte. Hat das vielleicht Auswirkungen auf die Wasserversorgung durch den Wasserverband Mühlviertel gehabt?

Aichberger: Auswirkungen auf die von uns versorgten Gemeinden hat es nicht gegeben. Die Versorgung hat bisher uneingeschränkt funktioniert. Intern sind aber natürlich Auswirkungen vorhanden, da wir uns auf weiter steigende Verbräuche einstellen müssen und dazu eine gewisse Vorlaufzeit notwendig ist. In der Wasserversorgung muss man in Mehrjahreszeiträumen denken. Auch Notfall- und Störungsszenarien gilt es neu zu beleuchten.

Tips: Wurde überdurchschnittlich viel Wasser gebraucht?

Aichberger: Ja, es wurde überdurchschnittlich viel Wasser verbraucht. Derzeit liegt der Verbrauch bis einschließlich August um etwa sieben bis acht Prozent über dem bisherigen Maximaljahr 2015. Wir steuern im Jahr 2018 auf eine neue Rekordabgabemenge zu.

Sommer werden trockener

Tips: In welchen Gemeinden des Bezirkes Urfahr-Umgebung gab es besondere Probleme?

Aichberger: Diese Frage kann ich nicht beantworten, da ich die Situation in den Gemeinden nicht so genau kenne. Wir sind ja nur der „Großlieferant“ für einige Gemeinden des Bezirkes. Problematisch war es heuer vor allem für Hausbrunnenversorgungen und Versorgungsanlagen, die aus Quellen gespeist wurden, weil hier die Schüttungen sehr stark zurückgegangen sind.

Tips: Wurde Menschen oder Gemeinden aufgerufen Wasser zu sparen?

Aichberger: Vom Fernwasserverband wurde kein derartiger Aufruf ausgegeben. Jeder sollte aber so vernünftig sein, in extremen Trockenzeiten Wasser nicht zu verschwenden. Primär gilt es die Daseinsvorsorge zu sichern. Luxusnutzungen wie Swimmingpools und Gartenbewässerungen sollten da sicher hintanstehen.

Tips: Trockene Sommer werden wahrscheinlicher. Wie bereitet sich der Verband darauf vor? Werden etwa neue Quellen erschlossen, Maßnahmen zum Wassersparen oder bessere Technik eingesetzt?

Aichberger: Es ist eine Mischung aus allem. Neben der Suche nach neuen Ressourcen wurde im heurigen Jahr auch eine Optimierung der Anlagensteuerung durchgeführt, die eine bessere Nutzung der Wasserspender ermöglicht. Auch der Ausbau von Wasserspeichern, Pumpwerken und Leitungssträngen gehört zu diesem Maßnahmenpaket, da die Verbandsanlage in solchen Extremjahren da und dort schon in die Nähe ihrer Kapazitätsgrenze kommt. Wesentlich ist auch, dass die durch Leckagen verursachten Wasserverluste in den Ortsnetzen der angeschlossenen Mitgliedsgemeinden nicht ausufern. Hier gibt es mancherorts Handlungsbedarf. 


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