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BAD LEONFELDEN. Mehr als ein Jahr haben die Arbeiten am Wandlungsturm der Pfarrkirche Bad Leonfelden in Anspruch genommen. Die Zimmerleite von Kapl Bau mussten den Turm dabei zunächst originalgetreu nachbauen, ehe er in mehreren Arbeitsschritten wieder montiert werden konnte.

  1 / 4   (V.l.) Tobias Eibensteiner, Polier Gerald Schoissengeier, Florian Katzmayr und Johannes Hackermüller. (Foto: Kapl Bau/Enzenhofer)

Eine penible Vorbereitung sowie viel Handwerksgeschick waren notwendig, um der Bad Leonfeldner Pfarrkirche ihr ursprüngliches Aussehen wiederzugeben. Bereits vergangenes Jahr musste bei dieser nämlich der alte Wandlungsturm demontiert werden. Bei dem 37 Meter hohen Turm hatte die Zeit bereits ihre Spuren hinterlassen, weswegen die Demontage aus Sicherheitsgründen notwendig war.

Übernommen wurden die Arbeiten von den Holzbau-Spezialisten von Kapl Bau. Sie waren es auch, die für den Neubau des Turms verantwortlich waren.

Mühevolle Handarbeit

Um den neuen Wandlungsturm zu realisieren, wurde von dem Team rund um Holzbaumeister und Bauleiter Thomas Mayrhofer sowie Zimmerer-Polier Gerald Schoissengeier zunächst in mühevoller Arbeit Schablonen von den einzelnen Bauteilen angefertigt. Danach wurden die hölzernen Bauteile - größenteils händisch - abgebunden und der Turm in der Holzbauhalle zusammengestellt. In einem weiteren Schritt wurde schließlich in Kooperation mit den ausführenden Spenglern auch die kunstvolle Kupferverkleidung wieder hergestellt.

„Für den Nachbau des Wandlungsturms ist echtes Handwerksgeschick mit viel Liebe zum Detail erforderlich. Zum Glück haben wir bestens ausgebildete und erfahrene Mitarbeiter, denen wir diese Arbeiten bedenkenlos anvertrauen können“, sagt Holzbau-Spartenleiter Walter Mitterbaur.

Millimeter-Arbeit bei den Montage-Arbeiten

Wie genau die Facharbeiter dabei arbeiten mussten, zeigte sich dann etwa auch beim Versetzen der einzelnen Bauteile: In einem ersten Schritt wurde am Mittwoch der untere Teil des Turms montiert. Die knapp drei Tonnen schwere Holzkonstruktion wurde per Mobil-Kran verhoben und passte auf den Millimeter genau auf die bestehende Unterkonstruktion. Am Tag darauffolgte die Montage des Turmspitz. Als Höhepunkt wurde das Turmkreuz wieder aufgesetzt.

Stolz zeigte sich Kapl-Geschäftsführer Alexander Gruber über die Arbeit seines Teams: „Hut ab vor unseren Mitarbeitern, die dieses spektakuläre Projekt bestens vorbereitet und umgesetzt haben.“ Gruber zeigte sich auch erleichtert, dass das Versetzen des neuen Turms reibungslos abgelaufen ist. Denn kurz zuvor gab es bei den Arbeiten noch eine kurze Schrecksekunde, als es bei der Demontage des alten „Turmstumpfes“ zu einem Zwischenfall kam, wie auch Tips berichtet hat: Beim Herunterheben knickte der Kran ein, woraufhin das Bauteil ein Stück weit zu Boden fiel und dabei leichte Schäden an den Dächern von Kirche und Gemeinde verursachte. Die Ursache sei nach wie vor noch nicht geklärt. Vermutet werde ein technischer Defekt am Kran.

Die Sicherheitsbestimmungen habe man auf jeden Fall eingehalten, versichert Gruber: „Der Kran von einem unserer Partnerbetriebe war für die Last bei diesem Arbeitseinsatz ausreichend ausgelegt. Wir haben auch die Umgebung der Baustelle großzügig abgesichert, wodurch keine Unbeteiligten in Gefahr waren.“

Die Schäden wurden von den Kapl-Mitarbeitern, wie berichtet, bereits wieder provisorisch behoben. In den nächsten Wochen werden die beiden Dächer wieder vollständig in Stand gesetzt.


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