Problemstelle Radweg Feldkirchen: „Jeden Tag Beinahe-Unfälle“
FELDKIRCHEN/ ASCHACH. Ein problematischer Fahrradweg sorgt in der Marktgemeinde für Aufsehen. Anrainer berichten von mehreren Beinahe-Unfällen täglich, jetzt soll die Problemstelle entschärft werden.

Benjamin Böck ist Anrainer auf der Feldkirchner Seite der Aschacher Brücke. Schon 2011, vor Baubeginn, habe sein Vater vor der unübersichtlichen Stelle, wo der Radweg in die Ortsstraße mündet, gewarnt, so Böck. Genau hinter der Unterführung durch die Brücke treffen Radfahrer und Autofahrer aufeinander. „Von der Aschacher Brücke geht es steil nach unten, die Sportler sind schnell unterwegs“, berichtet Böck. Die vorhandenen Schranken sind zu weit auseinander, um zum Bremsen zu animieren. Wenn Autos durch die Unterführung kommen, sehen sie die schnellen Radfahrer zu spät. „Täglich hören wir Hupen oder erschreckte Schreie der Radfahrer, es ist nur noch eine Frage der Zeit bis etwas passiert,“ mahnt Böck. Ein größerer Verkehrsspiegel und engere Schranken, die die Radfahrer zum Absteigen zwingen, schlägt er als bauliche Lösung vor.
Bürgermeister alarmiert
Feldkirchens Bürgermeister Franz Allersorfer (SPÖ) weiß von dem Problem. „Wir haben gemeinsam mit dem Fahrradbeauftragten des Landes Oberösterreich die Stelle besichtigt und arbeiten an einer Lösung. Der Verkehrsspiegel soll entfernt und Poller aufgestellt werden, um die Fahrräder zu bremsen. Bodenmarkierungen auf den Straßen sollen beide Parteien vor der unübersichtlichen Kreuzung warnen“, so der Bürgermeister. Mit dem Umbau werde noch in den nächsten Wochen, spätestens aber noch in diesem Jahr, begonnen werden. „Die bisherigen baulichen Anlagen wurden ebenfalls bewilligt, die Abfahrt ist genehmigt, wir wollten die Anlage aber entschärfen, bevor ein Unfall passiert“, so Allerstorfer.
Maßnahmen angestrebt
Aus dem Amt von Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner weiß man ebenfalls von dem Problem. „Nach der Besichtigung wurde seitens des Radsachverständigen ein Bericht verfasst, der Spiegel soll entfernt werden, stattdessen werden Bodenmarkierungen angebracht.“ Die Schranken können nicht verschmälert werden, da laut Gesetz ein Kinderfahrradanhänger hindurchpassen muss.
Anrainer skeptisch
Böcks Vater nahm zufällig an dem Termin mit dem Sachverständigen teil. Die Anrainer sind noch skeptisch, sie wollen die baulichen Maßnahmen am Radweg abwarten. „Eine Lösung in diesem Jahr wäre begrüßenswert, spätestens bis zur nächsten Radfahrsaison sollte etwas passieren“, mahnen die Anrainer.


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