Rückblick: Haibacher Feuerwehr trotzte der Corona-Krise
HAIBACH IM MÜHLKREIS. Im Jahresbericht der Freiwilligen Feuerwehr Haibach blickt diese auf ein herausforderndes Jahr zurück.

„Das Jahr 2020 war ein verrücktes Jahr, es begann ganz normal und endete mit riesigen Einschränkungen auch im Feuerwehrwesen“ – so leitete Kommandant Marcus Fröhlich das Vorwort im Jahresbericht 2020 ein. Den Bericht ließ dieser vor kurzem an alle Haushalte verteilen.
Neue Aufgaben
Betrachtet man das vergangene Feuerwehr-Jahr, so stand dieses auch in Haibach nicht im Zeichen von Festen oder gar gesellschaftlichen Veranstaltungen. Stattdessen standen zahlreiche Videochats, Lotsendienste für die Covid-Drive-in-Stationen und bei Massentestungen sowie das Abholen und Ausliefern von Hygienematerial wie Masken und Desinfektionsmittel im Vordergrund.
Schulungen konnten durchgeführt werden
Neben den neuen Aufgaben wurde im vergangenen Jahr außerdem eine neue Digitalfunkanlage installiert und der Betrieb dieser aufgenommen. Nach deren Installation wurde mit den Verantwortlichen von Funk und Ausbildung und deren Helfern ein Video zusammengestellt, um alles Wichtige für eine Bedienung verbreiten zu können. Was Übungen und Schulungen betrifft, so konnten diese trotz einiger Einschränkungen durchgeführt werden. Eine Neuerung stellten die Schulungen für die „Kameraden im besten Alter“ dar. Diese umfassten den Umgang mit der Wärmebildkamera, dem „LOOP-System“ und dem Hohlstrahltraining. Als besonderes Highlight galt weiters die Räumungsübung. Diese wurde in Kooperation mit der Freiwilligen Feuerwehr Kottingersdorf in der Volksschule Kaindorf absolviert. Auch im Jahr 2020 wurde in Haibach viel Wert auf die Ausbildung der Feuerwehrjugend gelegt. Der Wissenstest fand dabei unter schwierigen Bedingungen statt: Den theoretischen Teil durften die Jugendlichen erstmals per App absolvieren. Zum praktischen Teil ging es nach Walding. Um die jungen Florianijünger bei Laune zu halten, gab es zum Beispiel noch vor Corona einen gemeinsamen Kinobesuch mit der Filmkomödie „Chaos auf der Feuerwache“. Nicht fehlen durfte im abgelaufenen Jahr das Verteilen des Friedenslichtes. Die Bewohner hatten dieses Mal die Möglichkeit, das Licht an zwei Standorten in der Gemeinde abzuholen.
250 Stunden im Einsatz
Zu mehreren Einsätzen wurde die Feuerwehr auch im Jahr 2020 gerufen. Dabei überwogen bei den Einsätzen die Bindung und das Auffangen von Flüssigkeiten bzw. Einsätze nach Elementarereignissen. Insgesamt kamen die Haibacher so auf rund 250 Einsatzstunden. Was die Finanzen betrifft, so versucht man, die Einbußen in Grenzen zu halten. Dazu legte man bei der Verteilung der Jahresberichte auch Zahlscheine bei. „Den persönlichen Besuch bei den Haushalten mussten wir leider auch streichen – wir hoffen aber trotzdem auf eine große Resonanz beim Spendenaufruf. Die laufenden Kosten sind trotzdem zu tätigen“, so der Kommandant.


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