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ST. GOTTHARD. Der Kräuteranbau hat das Leben der jungen Bio-Bauern Monika und Stefan Erlinger aus St. Gotthard völlig umgekrempelt: Er ersetzt die vom Klimawandel vernichteten Standbeine Wald und Rinderhaltung. 

Die Familie Erlinger aus St. Gotthard lebt vom Kräuteranbau. (Foto: Erlinger Biokräuter)
Die Familie Erlinger aus St. Gotthard lebt vom Kräuteranbau. (Foto: Erlinger Biokräuter)

Seit 2015 wütete der Borkenkäfer in ihren Wald, die daraufhin komplett geschlägert werden mussten. Ab 2017 häuften sich Trockenperioden, in denen auf dem Grünland nicht mehr genug Futter für die Kalbinnenaufzucht und Ochsenmast wuchs. „Dann stellten wir uns die Frage: Wie geht es weiter?“, blickt Stefan Erlinger zurück. Weil ein Stallneubau samt dem damit verbundenen Druck, weitere Flächen pachten zu müssen, nicht in Frage kam, gaben die Erlingers die Tierhaltung auf und konzentrierten sich fortan auf den Kräuteranbau. Begonnen haben sie mit Ringelblumen, als kleiner Einstieg in die Arbeit mit Kräutern. 2017 wagte sich das Ehepaar erstmals über den Anbau von Blattkräutern wie Brennnessel und Apfelminze. Seit heuer wachsen auf fast zehn Hektar Feld die verschiedensten Kräuterarten: Brennnessel, Apfelminze, Drachenkopfmelisse, weiße Melisse, Zitronenmelisse, Oregano, Petersilie und Lavendel. Dankbar und erfreut schauen die Jungbauern auf das, was sie schon geschafft haben und sind gespannt was noch so kommt. „Es gibt noch so viele Ideen und gemeinsame Ziele“, erklären beide.


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