LICHTENBERG. Für die Erhaltung von Biodiversität und unserer Landschaft setzen sich die Grünen Lichtenbergs ein - sie suchen nun nach freiwilligen Helfern, die Mühlviertler Bauern beim „heign“ - also bei der Arbeit auf der Wiese - helfen.

Während für den Erhalt unserer Artenvielfalt zunehmend Hecken gepflanzt, Teiche gegraben, Blühstreifen und Blumenwiesen angelegt werden, vergisst man leider allzu oft, dass anderswo still und heimlich artenreiche Wiesen verschwinden. Dabei sind gerade diese, sich über Jahrhunderte gebildeten Pflanzengesellschaften, von hohem naturschutzfachlichen Wert und keinesfalls jederzeit einfach ersetzbar. Für die moderne Landwirtschaft bringen sie praktisch keinen Nutzen. „Außerdem liegen diese bis jetzt noch erhaltenen Magerwiesen mit Orchideen und anderen Seltenheiten oft auf feuchten oder stark geneigten Untergrund weshalb sie nicht maschinell bewirtschaftet werden können“, so Eva Rührnößl von den Grünen Lichtenberg.
Es gibt nur eine Lösung: Handarbeit
„Dem Landwirt diese Bürde aufzuerlegen, ja, das könnte man machen. Aber man könnte auch zusammenhelfen. So wurde die Idee zum „Zsaum heign“ geboren, klärt die Naturbegeisterte auf. Wer Lust und Zeit hat, und vor allem auch spontan ist, der möge sich melden: „Spontanität ist hier total gefragt – denn bei der Heuernte ist man sehr stark vom Wetter abhängig“, klärt Rührnößl auf. Die Termine werden kurzfristig bekannt gegeben, von Mitte Juni bis Ende August werden freiwillige Helfer auf den Mühlviertler Wiesen - unter anderem auf den Grünflächen der Höfe Weixlbaumer, Asberger und Baumgartner - gesucht. „Viele helfende Hände machen es einfacher, lustiger und für die Verpflegung der Helfer ist auch gesorgt“, betont Eva Rührnößl, die dabei tatkräftig von Gerhard Kleesadl vom Biologiezentrum Linz unterstützt wird.


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