Mühlviertler Christkind legte 2.220 Kilometer zurück, um ukrainische Kinder zu beschenken
EIDENBERG/GRAMASTETTEN. Bereits zum 22. Mal fand vor Weihnachten die Aktion „Chistkindl aus der Schuhschachtel“ statt. Dabei machten sich auch eifrige Christkindl-Helfer aus dem Bezirk Urfahr-Umgebung auf den Weg in die Ukraine, um dort armen Kindern eine große Freude zu bereiten. 2.200 Kilometer hat dabei eine Delegation aus Eidenberg und Gramastetten auf sich genommen, um 350 Packerl an die vom Krieg gebeutelten Kinder zu verteilen.

Heuer waren die Ziele der Aktion die ukrainischen Dörfer Königsfeld, die Nachbarorte und die Schönborn-Dörfer im Westen der Ukraine. Die Weihnachtspackerl wurden zu Kindergärten und Schulen gebracht.
„Vor Ort spürte man den Krieg insofern, dass die Kindergärten und Schulen nur zur Hälfte besetzt waren, um bei einem tödlichen Angriff nicht eine ganze Generation zu verlieren“, berichtet Eidenbergs Bürgermeister Adi Hinterhölzl. Dies lies auch dem langjährigen Begleiter aus Gramastetten, Walter Haslinger, einige Schauer über den Rücken laufen. „Gewöhnungsbedürftig waren zudem auch die Stromausfälle im Hotel“, berichtet die Mühlviertler Christkindl-Delegation und ergänzt: „So erlebten wir mit der ukrainischen Bevölkerung ohne Licht, Wasser, Wärme und Strom auskommen zu müssen.“
Ein paar Momente glücklich sein
Für eine kurze Zeit konnten die ukrainischen Kinder mit den Geschenken den Krieg beinahe vergessen. Durch die regelmäßigen Besuche, heuer schon 15 Transporte in diese Region, geben die Oberösterreicher den Menschen in der Ukraine die Sicherheit, auch in diesen schwierigen Zeiten nicht alleine zu sein. „Die Sorge der vom Krieg betroffenen Familien ist jedoch der Einberufungsbefehl für die Väter und Söhne. Tief betroffen waren wir, als wir beim Geschenke verteilen einen jungen Burschen trafen, der im Krieg ein Bein verlor“, berichtet Adi Hinterhölzl.


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