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URFAHR-UMGEBUNG. Ganz deutlich wurde bei der Bilanz-Pressekonferenz des Bezirks-Feuerwehrkommandos in Zwettl betont, was den 8.000 ehrenamtlichen Feuerwehrlern der 66 Bezirksfeuerwehren in Urfahr-Umgebung wichtig ist: „Die Hilfe am Nächsten.“ Und so soll es auch künftig bleiben, mit Unterstützung neuester Technik, zunehmend mehr Frauen und mit Einsatz des Nachwuchses ist Hilfe garantiert, wenn Feuer am Dach ist. Nämlich ausnahmslos für alle im Bezirk.

 (Foto: Freiwillige Feuerwehr UU)
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„Gemeinsam im Einsatz“, so das Motto der Freiwilligen Feuerwehren der 27 Gemeinden im Bezirk Urfahr-Umgebung. Und „gemeinsam“ verbindet, denn allein wär vieles – etwa bei Naturkatastrophen wie dem Hagel 2021 – nicht zu bewältigen: „Wir haben in den letzten vier Jahren unzählige Brandeinsätze und technische Hilfeleistungen bewältigt. Und wirklich viele Veranstaltungen, Übungen und Ausbildungen gemeistert. Ehrenamtlich“, betont Bezirks-Feuerwehrkommandant Johannes Enzenhofer.

Ganz nach der Devise „Feuerwehr – Ehrenamt mit Mehrwert“ sind auch in Urfahr-Umgebung schon 875 Frauen und mehr als 1.000 Jugendliche hier aktiv tätig. „Die Frauen stehen den Männern hier in nichts nach“, wird von den Kommandanten auf Tips-Nachfrage betont.

Feuerwehrzukunft liegt in Händen des Nachwuchses

Auf welche Werte man bei der Freiwilligen Feuerwehr in puncto Jugendarbeit setzt? Nächstenhilfe, Gemeinschaft, Kameradschaft und Allgemeinwissen. „Dafür haben wir von 2019 bis 2022 gut 133.000 Stunden investiert, denn der Nachwuchs, der bei uns aktiv ist, ist ja unsere Zukunft“, so Enzenhofer. Weshalb extra für ihn von 14. bis 16. Juli ein Feuerwehr-Jugendcamp in Bad Leonfelden organisiert wird.

Einblick in die Einsätze im Bezirk Urfahr-Umgebung

Besonders bleibt die Hagelkatastrophe von Juni 2021, welche den gesamten Bezirk heftig traf, in Erinnerung: „Dieser zog eine Spur der Verwüstung durch die Gemeinden. Binnen Sekunden wurden 1.000 Objekte zerstört“, so Enzenhofer. 2.500 Kameraden waren da quasi vier Tage lang im Dauereinsatz.

Als „sehr belastend“ nennt Christian Brauer, Abschnitts-Feuerwehrkommandant Urfahr, einen Brandeinsatz im Oktober 2021 in Treffling: „Ein Mann verletzte seine Freundin mit 40 Messerstichen, setzte danach das Wohnhaus in Brand und warf sich in selbstmörderischer Absicht vor ein Feuerwehrauto. Der Mann verstarb vor Ort. Ein wirklich nicht alltäglicher Einsatz.“

In ewiger Erinnerung wird Karlheinz Pillinger, Abschnitts-Feuerwehrkommando Leonfelden, ein tragischer Verkehrsunfall im November 2021 in Vorderweißenbach bleiben, bei dem ein junger Vater ums Leben gekommen ist. Und Kurt Reiter, Abschnitts-Feuerwehrkommando Ottensheim, wird wohl den Brand in Herzogsdorf vom März 2022, bei dem ein Bauernhof zur Gänze in Flammen aufging, nie vergessen.

Warum sie alle ehrenamtlich dennoch weitermachen? „Es zählt immer, den Menschen zu helfen. Und das ist immer sinnvoll“, ist man sich bei der Pressekonferenz einig. Das funktioniert vor allem auch mit moderner Technik, etwa der neuen Einsatz-Führungs-Unterstützung (EFU) sowie der 20.000 Euro teuren, neuen Feuerwehr-Drohne. Darauf ist man besonders stolz, da beide Errungenschaften bei den Einsätzen auf innovative Weise unterstützen.


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