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Szenische Lesung in Gallneukirchen: „Das haben wir nicht gewollt“ – Der kurze Weg von der Demokratie zur Diktatur

Gemeindereporter Sigrid Skola, 13.03.2026 12:32

GALLNEUKIRCHEN. Einen eindrucksvollen und bewegenden Abend erlebten die Besucher bei der szenischen Lesung „Das haben wir nicht gewollt!“ am 12. März in der Landesmusikschule Gallneukirchen. Im Mittelpunkt stand die nationalsozialistische Machtergreifung am Beispiel der deutschen Partnerstadt Northeim in den Jahren 1930 bis 1935.

(Bildrechte: Stadtgemeinde Gallneukirchen)
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Bürgermeister Sepp Wall-Strasser eröffnete die Veranstaltung und betonte die Bedeutung der aktiven Erinnerungskultur – gerade auch im Rahmen der über 30-jährigen Städtepartnerschaft mit Northeim. Viele der historischen Hintergründe seien in Gallneukirchen bislang kaum bekannt gewesen.

Im anschließenden Hintergrundgespräch schilderte Hans Harer, Ausschussvorsitzender für Bildung, Kultur und Städtepartnerschaften in Northeim, die Entstehung und Wirkungsgeschichte des Buches. Als ehemaliger Geschichtslehrer begleitet er seit vielen Jahren die Auseinandersetzung mit diesem sensiblen Kapitel der Stadtgeschichte.

Die szenische Lesung aus dem Werk von William Sheridan Allen machte eindrucksvoll sichtbar, wie rasch und schleichend demokratische Strukturen in eine Diktatur kippen können. Schauspieler:innen – ehemalige Mitwirkende des Landestheater Linz – verliehen den historischen Figuren eine eindringliche Stimme und ließen die gesellschaftlichen Spannungen jener Zeit greifbar werden. Die musikalische Umrahmung durch Willi Landl (Gesang) und Simon Raab (Klavier) sorgte für große Begeisterung im Publikum. Mit viel Ausdruckskraft und musikalischem Feingefühl gelang es den beiden Künstlern, dem Programm eine besonders stimmungsvolle und eindrucksvolle Atmosphäre zu verleihen. Am Ende der Veranstaltung bot ein kleines Buffet noch Gelegenheit zum persönlichen Austausch.

Die Veranstaltung war nicht nur eine Geschichtsstunde, sondern ein starkes Zeichen für gelebte Partnerschaft, Verantwortung und Wachsamkeit gegenüber demokratiegefährdenden Entwicklungen.


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