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ALTENBERG/LINZ. Mit der Neugestaltung des Kriegerdenkmals setzt Altenberg ein Zeichen für den Frieden.

  1 / 5   Der symbolische Auftakt zur Neugestaltung ist erfolgt. (Foto: Fotoclub Altenberg / Franz Traunmüller)

Nach dem symbolischen Auftakt vor wenigen Tagen entsteht am Marktplatz in Altenberg in den kommenden Monaten ein zeitgemäßer Ort des Erinnerns, der den Frieden, die Menschlichkeit und die gesellschaftliche Verantwortung in den Mittelpunkt rückt. Das bestehende Kriegerdenkmal wird nicht entfernt, sondern nach einem Entwurf der beiden Künstler Hubert Lobnig und Moritz Matschke umgestaltet und in einen neuen gesellschaftlichen Kontext gestellt. Damit setzt die Marktgemeinde Altenberg gemeinsam mit der Leaderregion Sterngartl-Gusental, dem Zukunftsfonds sowie dem Nationalfonds der Republik Österreich für Opfer des Nationalsozialismus ein Zeichen für eine zeitgemäße Erinnerungskultur.

Zuvor gab es einen intensiven Beteiligungsprozess mit der Pfarrgemeinde, der politischen Gemeinde und der Zivilgesellschaft. Bürgermeister Michael Hammer betont: „Dieses Projekt ist ein klares Bekenntnis zu Frieden, Demokratie und Menschenwürde. Wir möchten einen Ort schaffen, der Geschichte nicht nur bewahrt, sondern sie verständlich macht und zum Nachdenken anregt. Besonders wichtig war uns der breite Beteiligungsprozess, der gezeigt hat, dass Erinnerungskultur nur gemeinsam weiterentwickelt werden kann.“

Beispielhaftes Projekt

Für Martina Gelsinger, Kuratorin im Fachbereich Kunst der Diözese Linz, ist das Vorhaben in Altenberg „beispielhaft – sowohl für den partizipativen Prozess als auch für den sensiblen, ortsspezifischen künstlerischen Umgang mit dem bestehenden Denkmal.“ Neben den Namen der gefallenen Soldaten werden künftig auch die benannten und unbenannten Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft sichtbar gemacht. Erstmals wird in Altenberg zudem an die Opfer der nationalsozialistischen Euthanasie-Aktion T4 erinnert. Ergänzt wird das Friedensdenkmal durch wissenschaftliche Recherchen, Informationsmaterialien, eine Informationsstele mit QR-Code sowie begleitende Bildungs- und Informationsveranstaltungen.

Leader-Obmann-Stellvertreter Bürgermeister Thomas Wolfesberger und Geschäftsführerin Martina Birngruber betonen den nachhaltigen Mehrwert und Vorbildcharakter für die Region: Damit werde kulturelles Erbe mit gesellschaftlicher Verantwortung verbunden.

Eröffnung Ende Oktober

Die feierliche Eröffnung des neu gestalteten Friedensdenkmals findet am Samstag, 31. Oktober, um 10.30 Uhr am Marktplatz in Altenberg statt.


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