Jugendroman „Honey – Wie ich mich in einen Punk verliebte“ vor vollem Saal in Steyregg präsentiert
STEYREGG. Vor knapp 100 interessierten Zuhörern präsentierte die Mühlviertler Jugendbuch-Autorin Maria Appenzeller am 24. September 2026 ihr Debüt „Honey – Wie ich mich in einen Punk verliebte“.

„Wer ist Honey?“ Mit dieser Frage eröffnete die Autorin die Lesung aus ihrem im Mantel-Verlag erschienenen Jugendroman vor den zahlreich erschienenen Gästen.
Das farbenfrohe Cover des Buchs ziert ein Graffiti des Wiener Künstlers Thomas Hawlicek mit dem Namen der Hauptfigur: Honey, 15 Jahre alt, Streberin und Außenseiterin. In der Schule ist sie Mobbing und Cybermobbing ausgesetzt. Sie ist überzeugt, das Pech abonniert zu haben. Zu Beginn des Buches möchte Honey, dass ihre Mutter zu einer Klassenpräsentation kommt.
Aber die vielbeschäftigte Sozialarbeiterin und herzensgute Chaotin vergisst die Präsentation ihrer Tochter. Stattdessen bringt sie Colló, einen jungen, obdachlosen Punk, mit nach Hause und quartiert ihn kurzerhand in Honeys Zimmer ein. Sie will ihm eine zweite Chance geben.
Kein Wunder, dass Honey ordentlich wütend auf ihre Mutter ist und ihre erste Begegnung mit Colló unter keinem guten Stern steht. Honey beschließt, Colló hinauszuekeln. Da dies nicht gleich gelingt, entwickelt sie einen perfiden Plan, um ihn loszuwerden. Ihr schlechtes Gewissen – auch hierzu gab es eine Leseprobe – unterdrückt Honey mit aller Macht.
„Was der Plan ist, verrate ich nicht. Das dürft ihr selbst lesen“, so Appenzeller mit einem Schmunzeln zu dem gebannt lauschenden Publikum.
Von Wut, Liebe, Reue: Honey im Gefühlschaos
Die Autorin präsentierte zu Beginn selbstgemalte Bilder der wichtigsten Figuren. Der Einstieg in den Roman fiel somit leicht. Es folgten Passagen aus dem Buch, das zu einem Teil in Steyregg spielt, wo die Autorin aufgewachsen ist. Dazwischen erzählte Maria Appenzeller vom 14-jährigen Entstehungsprozess. Aber auch vom Gefühlschaos, dem Honey ausgesetzt ist. Zuerst Wut, dann beginnende Verliebtheit – denn Colló entpuppt sich als überraschend nett – und schließlich Reue. Das Akkordeon-Duo AccoRougePink alias Angela Appenzeller und Gerald Bok brachten Honeys Gefühlsstürme musikalisch auf den Punkt.
Signierstunde und regionaler Genuss
Nach der Lesung nutzten zahlreiche Besucher die Gelegenheit, ein Buch zu erwerben und es sich von der Autorin signieren zu lassen. Dazu gab es Säfte vom Bauernhof Feichtmayr aus Steyregg sowie Leckereien der Steyregger Bio-Bäckerei brotsüchtig.








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