Naturschutztipp: „Füttern schadet den Wasservögeln und der Natur“
BEZIRK URFAHR-UMGEBUNG. Besonders älteren Menschen und Kindern bereitet das Füttern von Wasservögeln viel Freude. Dies hat jedoch für stehende Gewässer fatale Auswirkungen.

Wer Enten, Schwäne, Gänse und Möwen füttert, schadet den Vögeln und ihrem Lebensraum. Altes Brot, Reis oder ähnliches fällt nicht unter die artgerechte Nahrung der Tiere. Weiters verschlechtert sich an stehenden Gewässern durch Nahrungsreste und dem Tierkot die Qualität des Wassers. Der biologische Abbau von eineinhalb Kilogramm Brot verbraucht mehr als ein Kilogramm Sauerstoff und dadurch können über 100 Kubikmeter Wasser völlig sauerstofffrei werden.
Auswirkungen
„Fischsterben, die Bildung von Faulschlamm und die völlige Eintrübung des Gewässers durch Algenblüten sind mögliche Folgen. Außerdem versammeln sich an den Futterstellen übernatürlich viele Vögel, wodurch die Übertragung ansteckender Krankheiten wie Salmonellen erleichtert wird“, berichtet Heidi Kurz vom Naturschutzbund Oberösterreich. Die Vögel verlieren zudem durch die Fütterungen ihre natürliche Nahrungssuche und stellen sich auf das viele Futter ein. Aufgrund des hohen Nahrungsgebots durch herumliegende Nahrungsreste werden Ratten angelockt. Auch auf den Menschen kann das Füttern von Wasservögeln negative Auswirkungen haben. Zerkarien- oder Badedermatitis, welche durch den Befall mit winzigen, eigentlich auf Enten parasitierenden Larven von Saugwürmen ausgelöst wird, lösen auf der Haut des Menschen Juckreiz aus. Der Naturschutzbund Oberösterreich appeliert so: „Vögel zu beobachten ist faszinierend, das geht aber auch ohne Füttern.“


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