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OBERÖSTERREICH. Jetzt im Mai kommt der seltenste Wiesenvogel Oberösterreichs, der Wachtelkönig, aus seinen Winterquartieren im südlichen Afrika zurück. In Urfahr-Umgebung ist eines der bedeutendsten Vorkommen Oberösterreichs zu finden.    

Der Wachtelkönig ist besonders in der Nacht aktiv. Foto: Harald Pfleger
Der Wachtelkönig ist besonders in der Nacht aktiv. Foto: Harald Pfleger

Wer Beobachtungen von diesen vorwiegend in der Nacht laut rufenden Vögeln bekanntgibt, hilft dem landesweiten Artenhilfsprogramm. Erste Meldungen für 2018 liegen aus dem Machland, dem Unteren Trauntal sowie aus Bad Leonfelden bereits vor. Der kaum verwechselbare, bis zu einem Kilometer weit hörbare Wachtelkönig-Gesang kann auf der Projekt-Homepage verglichen werden.

„Crex-crex und nicht „kerrick“

Landwirten, die Brutwiesen bewirtschaften, wird eine Entschädigung für verspätete Mahd zum Schutz der Gelege und Jungvögel von 630 Euro je Hektar jährlich angeboten. Auf diesem Weg versucht die Naturschutzabteilung des Landes gemeinsam mit den Nachbarländern diesen europaweit bedrohten Vogel vor dem Aussterben zu bewahren. Wachtelkönige können in Oberösterreich praktisch in allen Kulturlandschaften auftauchen, bevorzugt in Wiesen, gelegentlich auch in Getreidefeldern. Sie rufen dort von Anfang Mai bis Mitte Juli, vor allem in der Nacht und in den Dämmerungsstunden mitunter stundenlang ihr lautes, mechanisch klingendes zweisilbiges „Crex-crex“. Dies ist das Haupterkennungsmerkmal dieser tagsüber sehr versteckt in dichter Wiesenvegetation lebenden, etwa 25 Zentimeter großen hühnerähnlichen Vogelart, die aber zur Gruppe der Rallen gehört. Nur ausnahmsweise ist sie zu sehen, zum Beispiel wenn sie bei Mäharbeiten mit hängenden Beinen auffliegt. Zum Unterschied ruft das nicht unähnliche, aber kaum nachtaktive Rebhuhn dagegen „kerrick“.

Sichtung bitte melden

Alle festgestellten Beobachtungen von Wachtelkönigen sollten möglichst rasch telefonisch oder per Mail gemeldet werden. Die Projektbeauftragten werden den Bewirtschaftern der Brutwiesen Schutzmaßnahmen auf völlig freiwilliger Basis anbieten. Kontakt: Harald Pfleger, Telefon: 0699/81683825; Mail: haraldpfleger@gmx.at


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