Mit über 8.000 Stacheln bewaffnet – Igel genießen hohen Bekanntheitsgrad
ÖSTERREICH. Mit seinem unverwechselbaren Stachelkleid zählt der Igel wohl zu den ungewöhnlichsten und gleichzeitig bekanntesten heimischen Wildtierarten.

In Österreich gibt es zwei Arten, den Braunbrustigel, der vor allem in West- und Mitteleuropa anzutreffen ist und den Nördlichen Weißbrustigel, der hauptsächlich in Osteuropa vorkommt. Die Verbreitungsgebiete beider Arten überlappen sich in einer circa 200 Kilometer breiten Zone, die auch durch Oberösterreich verläuft. Rein äußerlich sind Braunbrust- und Weißbrustigel jedoch kaum zu unterscheiden. Das auffälligste Merkmal des Igels sind die zwei bis drei Zentimeter langen, hohlen Stacheln, von denen er im Schnitt um die 8.400 besitzt, weiß Gudrun Fuß vom Naturschutzbund OÖ.
Zahlreiche Gefahren für den Igel
240 bis 1400 Gramm bringt er je nach Alter und Jahreszeit auf die Waage, um gut durch den Winter zu kommen, sollte er etwa 600 bis 700 Gramm wiegen. Ursprünglich sind Igel Bewohner von Laubwaldrändern, Hecken und Feldgehölzen. Obwohl sich der stachelige Geselle gut mit der menschlichen Kulturlandschaft arrangiert hat, führt die stete Intensivierung der Nutzung zu seinem Rückgang. Hohes Verkehrsaufkommen, Zerstörung von kleinstrukturierten Lebensräumen und Pestizideinsatz machen ihm das Leben schwer.
Menschliche Überlebenshilfe
Gerade jetzt im Herbst kann man den im eigenen Garten für Igel attraktiv gestalten. Abgefallenes Laub, das unter Sträuchern und Bäumen liegen bleibt, deckt ihren Tisch, da sich unter ihm gerne Insekten verstecken. Laub- oder Reisighaufen bieten ideale Überwinterungsmöglichkeiten.


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