Pionierprojekt zur Gesundheitsförderung
OTTENSHEIM. Am 27. Februar betritt der Coworking-Space PostWerkStatt in Ottensheim Neuland: Mit dem Kick-off des Pilotprojekts CoWorkOut bietet erstmals ein österreichischer Coworking-Space verschiedene Maßnahmen der Betrieblichen Gesundheitsförderung (BGF) für Selbstständige, Teleworker und Ein-Personen-Unternehmen (EPU) an.

Das Angebot richtet sich primär an die Coworker der PostWerkStatt, aber auch an alle Selbstständige in Ottensheim und Umgebung“, sagt Stefan Parnreiter-Mathys, der Betreiber der PostWerkStatt.
Zum offiziellen Start sind alle Interessierten aus Ottensheim und der Region eingeladen. Dabei sollen in einem ersten Schritt die Wünsche und Bedürfnisse der Selbstständigen erhoben werden, um die Maßnahmen zielgerichtet anbieten zu können. „Es werden systematisch die physischen und psychischen Belastungen analysiert, darauf aufbauend planen wir gemeinsam die nötigen Maßnahmen, um genau dort zu unterstützen, wo Handlungsbedarf gegeben ist“, erklärt Parnreiter-Mathys. „Einzelunternehmer werden Teil eines Prozesses und erhalten dort Unterstützung, wo sie benötigt wird.“ Das CoWorkOut umfasst in der Praxis zahlreiche Maßnahmen zur Gesundheitsförderung: Vorträge zu Gesundheitsthemen, bewegte Mittagspausen, die Bereitstellung ergonomischer Betriebsmittel, kostenlose Yoga-, Pilates- und andere Bewegungsangebote, Meditation und Achtsamkeitstrainings, kostenloses Coaching und gemeinsame soziale Aktivitäten. Der Impact der Maßnahmen wird in laufenden Gesundheitszirkeln im Coworking-Space reflektiert.
Neue Zielgruppe für Gesundheitsmaßnahmen
„Bisher gibt es solche Prozesse zur Betrieblichen Gesundheitsförderung vor allem in mittelgroßen bis großen Unternehmen“, schildert Parnreiter-Mathys. „Aber was tun Einzelunternehmer die keinen Dienstgeber haben, der auf ergonomische Stühle, eine Arbeitsplatzevaluierung, psychologische Unterstützung oder Trainings bei Rückenschmerzen anbietet?“ Oft fehlt es den Selbstständigen an den zeitlichen und finanziellen Ressourcen, aber auch an den nötigen Kompetenzen, um auf die eigene „betriebliche Gesundheit“ zu achten und Maßnahmen zu ergreifen, argumentiert Parnreiter-Mathys.


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