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Bio-Landwirtschaft in Haibach: Weinbau, Traubensaft und Rosinen aus Leidenschaft

Mag. Jacky Stitz, 24.09.2024 13:09

HAIBACH. Auf der Suche nach einer alternativen Bewirtschaftungsform entschied man sich am Bio-Betrieb Sailer in Haibach von der Viehhaltung auf den Weinbau umzustellen: „Mein Ziel ist, dass durch den selbst erzeugten Traubensaft die Kosten des Hofes gedeckt werden können“, so Betriebsführer Matthias Sailer (34).

  1 / 3   Matthias Sailer und Birgit Danner genießen ihren frisch gepressten Traubensaft direkt vom Haibacher Bio-Bauernhof. (Foto: Josef Reingruber)

Einst Ochsenmast, heute Weinbau im Mühlviertel: „Rund um den Hof haben wir unsere Weinreben angebaut“, so Matthias Sailer, der vor ein paar Jahren den elterlichen Betrieb im Nebenerwerb übernommen hat.

Tausend Rebstöcke

Die Landwirtschaft sei eher ein Hobby für ihn, hauptberuflich ist der 34-Jährige beim Lagerhaus beschäftigt, ist dort für die Rasenmähroboter zuständig: „Ich bin gelernter Landschaftsgärtner, Pflanzen liegen mir am Herzen. Und da ich selbst gern Wein trinke und ich mir überlegt habe, wie ich meinen Hof bewirtschaften kann, bin ich auf den Weinbau gekommen.“ Mittlerweile nennt er rund tausend Rebstöcke sein Eigen: „Dabei setze ich auf die Sorten Venus und Romulus, knapp 90 Prozent sind rot, da diese Trauben im Mühlviertel besser funktionieren und süßer im Geschmack sind“, verrät Sailer. Er selbst trinkt auch gern Wein: „Eigentlich alle Sorten, das ist situationsabhängig. Und Sommerspritzer mag ich sowieso. Wir erzeugen regionalen Traubensaft, alkoholfrei. Die Rosinenproduktion bei uns am Hof ist Zukunftsmusik.“

Doch Wein wird derzeit nicht im Betrieb erzeugt: „Wir produzieren alkoholfreien roten und weißen Traubensaft. Alles wird von uns direkt am Hof unseres Familienbetriebes selbst erzeugt, aus einer Hand, jetzt wurde gerade gepresst und der Saft ist frisch ab Hof bei uns erhältlich“, ist Sailer stolz. Hierbei packt auch seine Lebensgefährtin Birgit Danner (35) tatkräftig mit an, sie ist ihm eine große Stütze. Fordernd waren im heurigen Weinjahr die Witterungsbedingungen, von Frost und Kälte im Frühjahr über Hagel im Sommer war alles dabei. Seine Pläne? „Die Rosinenproduktion als Nischenprodukt. Dabei stell ich mir etwa Schokorosinen vor“, so der Nebenerwerbslandwirt. „Rebstöcke statt Vieh war die richtige Entscheidung für die Bewirtschaftung unseres Hofes.“

Seine Saft-Kunden kommen in erster Linie aufgrund der Mundpropaganda direkt zu ihm auf den Hof, denn auf eine Website oder Marketingmaßnahmen setzt Sailer noch nicht: „Da sind wir erst im Aufbau, werden aber heuer erstmals unsere Produkte auf Schmankerlmärkten außerhalb des Hofes zeigen.“

Kontakt: Matthias Sailer, Haibach (Blaßberg) telefonisch erreichbar unter 0664 4151699.

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